Erste Erfahrungen: BMW X3 Facelift

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BMW hat seinen Gelände-Bonsai X3 poliert und vor allem technisch aufgefrischt. Seit 2004 rollt der kleine Bruder des X5 über die deutschen Straßen. Unter der Bezeichnung SAV (Sport Activity Vehicle) wird er von BMW vermarktet, womit klar ist, dass BMW bei diesem Fahrzeug besonderen Wert auf Agilität und Spritzigkeit legt.

Kein Wunder also, dass bei dem Facelift ein Augenmerk auf den Motoren lag. Gleich drei der angebotenen Aggregate sind neu. Bei den Benzinern kommen zwei Sechszylinder hinzu: ein 2,5 Liter mit 160 kW/218 PS (Spitze: 210 km/h, Verbrauch: 9,9 Liter) und ein 3,0 Liter mit 200 kW/272 PS (Spitze: 210 km/h, Verbrauch: 10,1 Liter) machen aus dem X3 ein richtig flottes Auto. Zieht man noch Reifen mit einer Geschwindigkeitsfreigabe bis 240 km/h auf, sind Höchstgeschwindigkeiten bis 221 und 232 km/h erlaubt. Allerdings wollen die Motoren am liebsten mit dem teueren Superkraftstoff ROZ 98 betankt werden, was den Besuch einer Tankstelle schnell zu einem einprägsamen Vergnügen werden lässt. Geblieben ist bei den Ottomotoren die Vierzylindervariante mit 110 kW/150 PS (Spitze: 198 km/h, Verbrauch: 9,3 Liter).

Wichtiger als die Benziner-Versionen sind natürlich die Dieselaggregate bei einem SUV/SAV. Da macht auch der X3 keine Ausnahme. Als Spitzenmotorisierung kommt nun ein 3,0-Liter-Sechszylinder Selbstzünder mit 210 kW/286 PS zum Einsatz. Wie gehabt gibt es den Vierzylinder mit 150 PS und den Sechszylinder mit 218 PS. Bei ersten Testfahrten konnte der neue Motor mit seiner Leistungsausbeute glänzen. Der doppelt aufgeladene Motor ist bereits aus dem 535d bekannt und wurde leicht modifiziert. 580 Nm zwischen 1.800 und 2.250 Umdrehungen klingen nicht nur beeindruckend, sie sorgen auch beim Fahren für mehr als ordentliche Durchzugskraft. Bis zu 240 km/h schnell kann man mit ihm unterwegs sein, den Verbrauch gibt BMW mit 8,7 Litern an. Der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 6,6 Sekunden. Die serienmäßige Sechsgangautomatik sorgt für eine schnelle Kraftübertragung. Bis zu zwei Tonnen dürfen an den Haken genommen werden, allerdings beträgt die erlaubte Zuladung mit 510 Kilogramm noch weniger als bei den anderen Motoren, wo sie zwischen 520 und 545 Kilogramm schwankt. Außerdem hat die Schnelligkeit einen hohen Preis: Mindestens 50.300 Euro sind fällig.

Beim permanenten Allradantrieb xDrive hat BMW ebenfalls nachgelegt. Er ist jetzt noch besser mit der Motorensteuerung und der elektronischen Stabilitätskontrolle (DSC) vernetzt und kann sich so schneller auf unterschiedliche Fahrbahnuntergründe einstellen.

Außen und innen durften die Designer leichte Modifikationen vornehmen, so dass der Münchener nun eine breitere Niere, neue Stoßfänger sowie geänderte Heckleuchten aufweist. Im Inneren bemühte man sich, den Eindruck von zuviel Kunststoff abzumildern und verpasste dem Interieur mit geänderten Türverkleidungen und Alu- oder Holzapplikationen einen höherwertigen Anstrich. Ab dem 23. September stehen die neuen X3-Modelle beim Händler. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 33.500 und 50.300 Euro. Die Zubehörliste ermöglicht allerdings ohne große Anstrengungen weitere Zuzahlungen an BMW.

Text: Elfriede Munsch

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