Erste Erfahrungen: Seat Altea FR

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Die spanische Dependance des VW Konzerns erfüllt nicht die in sie gesetzten Erwartungen. Der Plan, Seat als sportliche Einsteiger-Marke zu etablieren, funktioniert nicht wie erwartet. Die Verkäufe lassen stark zu wünschen übrig. Schon werden Rufe nach einer Auflösung der Marke laut, doch bisher schaffen es die Südländer sich solchen Forderungen zu widersetzen. Weitere Investitionen von 700 Millionen Euro sollen die Seat-Palette für Käufer attraktiver machen und frischen Wind ins Portfolio bringen.

Den Anfang macht Anfang März der Altea in der sportlichen FR-Variante. Das Kürzel FR steht für Formular Racing und will Sportsgeist zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis in die Kompaktklasse bringen. Von außen punktet der Altea weiterhin mit seinem schicken Blechkleid, das sehr dynamisch wirkt. Beim FR fallen die vorderen Stoßfänger auf, die tiefer gezogen sind und ein über die gesamte Breite gehendes wabenförmiges Lüftungsgitter aufweisen. Hinten sorgt das obligatorische Doppelendrohr für den sportlichen Auftritt. Dieser wird noch von den 17-Zoll-Felgen im Fünf-Speichen-Design verstärkt, die einen Blick auf die großen Bremsscheiben freigeben. Im Inneren dominiert die Farbkombination Grau-Schwarz. Die Instrumente sind weiß unterlegt, der Drehzahlmesser, das Lederlenkrad und der Schaltknauf tragen zudem das neue FR-Logo. Die Sportsitze bieten guten Halt, was auch durchaus nötig ist, bewegt man den FR zügig durch Kurven.

Unter der Motorhaube sitzt der überarbeite 2.0-Liter-TDi mit serienmäßigem Partikelfilter. Er hat eine Leistungssteigerung von 105 kW/140 PS auf nun 125 kW/170 PS erhalten. Der agile Selbstzünder punktet durch seine Antrittsstärke und durch seine Laufruhe. Das Drehmoment von 350 Nm bringt in einem Drehzahlband zwischen 1.800 und 4.200 Umdrehungen Dampf an die Kurbelwelle. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 km/h, der Spurt auf 100 km/h gelingt in 8,6 Sekunden. Dabei gibt sich das Aggregat wenig durstig und begnügt sich mit durchschnittlich 6,2 Litern.

Um die Leistung satt auf die Straße zu bringen, wurde das Fahrwerk um sieben Millimeter tiefer gelegt und noch straffer abgestimmt. Dadurch erhalten die Insassen immer genau Auskunft darüber, über welche Bodenwelle sie gerade fahren. Das präzise Sechsgang-Schaltgetriebe lädt zum aktiven Schalten ein. Damit Fahrfehler möglichst ohne gravierende Folgen bleiben, verfügt der Spanier über ESP, Traktionskontrolle, einen Bremsassistenten und bis zu acht Airbags. Außerdem wurde die Bremsanlage verstärkt.

Bei der Preisgestaltung hält Seat sich noch bedeckt, allerdings soll der Preis unter 26.000 Euro liegen. Im Laufe des Jahres folgt der Altea FR mit einer Benzin-Variante. Außerdem wird der Leon als FR und als Cupra-Version die sportlichen Fans von Seat erfreuen.

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