Erste Erfahrungen: Škoda Octavia RS (Modelljahr 2006)

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Rasanter Sportler mit Wolfsherz: Nichts macht erfolgreicher als der Erfolg. Wenn auch der Mutterkonzern VW im Augenblick mehr Schlagzeilen durch zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte macht als durch seine Autos, so kann sich dagegen der tschechische Konzernpart Škoda ganz auf seine Erfolge bei den Verkaufszuwächsen freuen. Mehr als 100.000 Fahrzeuge verlassen in Deutschland in diesem Jahr die Schauräume der Škoda-Händler. Damit erreicht das Unternehmen einen Marktanteil von drei Prozent. Autos mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gepaart mit viel VW-Technik haben aus dem ehemaligen Staatsbetrieb wieder einen attraktiven Autobauer gemacht.

Am 15. Januar 2006 erweitert Škoda seine Mittelklasselimousine Octavia um eine RS-Variante. Dann wird aus der eher grauen Maus ein flottes Häschen, das sowohl als Limousine als auch als Kombi erhältlich ist. Der rasante Sportler erhält seine Sportgene aus Wolfsburg. Der aus dem Golf GTi bekannte 2.0-Liter TFSI-Motor mit 147 kW/200 PS lässt die Herzen der braven Familienväter höher schlagen. Der Spurt auf 100 km/h gelingt in 7,3 Sekunden, selbst der Kombi schafft es in 7,5 Sekunden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, das die Schaltvorgänge schnell und leicht weitergibt. Den Verbrauch gibt Škoda mit durchschnittlich 7,8 Litern an, allerdings dürfte der Durchfluss im Alltagsbetrieb deutlich höher sein. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h (238 km/h für den Kombi) muss der Tscheche nicht hinter den GTis herfahren, sondern kann hier sogar einen besseren Wert für sich verbuchen. Doch wo beim Wolfsburger Renner alles auf Sportlichkeit getrimmt ist, hapert es wenig bei der Abstimmung des Octavia RS. Zwar liegt das Fahrwerk des RS 1,2 Zentimeter tiefer auf der Straße als bei den normalen Octavia-Modellen, doch hat man den Eindruck, Lenkung und Fahrwerk können sich nicht so recht entscheiden, ob sie nun Leistungssportler sein wollen oder lieber nur Gelegenheitsathlet. Da aber kaum ein Fahrer sein Gefährt über Rennstrecken hetzen wird, reichen die Modifikationen für den Normalbetrieb aus. Für die dynamische Außenwirkung sorgen 18-Zoll-Räder mit Gummis der Größe 225/40, eine geänderte Front mit Xenonscheinwerfern und großen Kühleinlässen. Die Rückansicht wird von einer Doppelauspuffblende bestimmt. Die Limousine weist am Heck einen Spoiler auf, auf den die Kombivarianten jedoch verzichten.Diese punkten durch das größere Gepäckteil, 580 statt nur 560 Liter. Die Insassen sehen im Inneren leicht schwarz, denn die Farbenkombination schwarz/silber mit Alu-Applikationen bestimmen das insgesamt gelungene Interieur. Ab 25.990 Euro wartet der Octavia RS auf die zahlungskräftige Kundschaft, der Kombi kostet 1.000 Euro Aufpreis. Serienmäßig hat der RS eine umfangreiche Sicherheits- und eine gute Komfortausstattung mit an Bord.

Text: Elfriede Munsch

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