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Der 5er BMW ist für die Münchner Autobauer ein voller Erfolg. Besonders beliebt sind die Dieselmodelle unter denen der 525 d das Einstiegsmodell ist. Er ist auch das erfolgreichste Modell, weil besonders Firmenkunden und Fuhrparkbetreiber den 525 d als Dienstfahrzeug auswählen. Ein Grund mehr, ihn einem Alltagstest zu unterziehen.

Außen:
Formal ist der 5er die logische Fortsetzung des Designs der 7er-Reihe. Mittlerweile haben sich die meisten an den Stil von Chef-Zeichner Chris Bangle gewöhnt, die Kunden jedenfalls scheinen Gefallen am Aussehen der aktuellen BMW-Flotte zu haben. Der 5er wirkt bullig und dennoch elegant.

Innen:
So viel Platz bot der 5er noch nie. Sowohl hinten als auch vorne bietet er den Insassen mehr als ausreichend Platz und fällt nicht kleiner aus als die Wettbewerber aus Stuttgart oder Ingolstadt. Der Kofferraum fast reichliche 520 Liter und ist damit auch für große Reisen ordentlich dimensioniert. Besonders gut gefallen haben uns die optional eingebauten Sportsitze, die perfekten Langstreckenkomfort mit gutem Seitenhalt verbinden. An das I-Drive-Bedienkonzept für das Telematiksystem, indem Audio, Navigation und Telefon zusammengefasst sind, hat man sich nach ein paar Tagen gewöhnt. Fahrzeugbesitzer werden keine Schwierigkeiten damit haben.

Motor:
Der 525 d ist mit 177 PS/130 kW der schwächste Diesel im 5er BMW. Das heißt aber nicht, dass dem Auto Kraft fehlt. Satte 400 Nm werden mittels einer famosen Sechsgangautomatik auf die Hinterräder losgelassen. Da muss bei feuchter Strasse ein ums andere Mal die Traktionskontrolle eingreifen. Trotzdem kann man nicht sagen, dass Energie im Überfluss vorhanden wäre, wie bei den größeren Dieseln von BMW. Es reicht im Wortsinne aus, um schnell und gelassen zu Reisen. Dabei ergab sich ein Testverbrauch von 8,9 Litern, was für eine Limousine mit knappen 1,7 Tonnen Leergewicht ein ordentlicher Wert ist, aber nicht überragend. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Sie ist problemlos fahrbar und verursacht nicht mal hohe Windgeräusche. Apropos fahrbar. Selten hatten wir eine Limousine dieser Größe, die so wendig und handlich auf Landstraßen zu bewegen ist.

Kosten:
BMW schreibt mindestens 38.550 Euro auf die Rechnung für den 525 d. Mindestens, weil wie immer, die Ausstattungsliste reichlich Raum für Verschönerungen bietet, obwohl der 5er serienmäßig kein nacktes Autos ist. Im Schnitt werden diese Modelle mit Extras für 5.000 bis 7.000 Euro verfeinert. Das ist bei BMW nicht anders als bei Mercedes oder Audi und in diesem Umfeld ist der BMW nicht der Teuerste.

Plus und Minus: Hervorragende Reiselimousine, moderater Verbrauch, hoher Einstiegspreis.

(Text: Günter Weigel)

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