Test-Tour: Mitsubishi Lancer Kombi Sport – Flottes Teil für die

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Schnelle, gut motorisierte und sportliche Kombis stehen derzeit hoch oben auf der Wunschliste der Autokäufer. Sportliches Fahren aber auch genügend Platz für die Familie oder das Sportgerät – so lauten die Anforderungen der Kombi-Käufer von heute. Mit dem neuen Lancer Kombi hat Mitsubishi ein entsprechendes Angebot im Markt.

Die sportlichen Komponenten des Lancer Kombi werden am ehesten im Abstand zur Straßenoberfläche deutlich. 30 Millimeter tiefer haben die Entwickler das Fahrzeug gelegt und ihn, auf schmucken, 16 Zoll großen Fünfspeichen-Felgen, 195er Breitreifen aufgezogen. Ein Dachspoiler ziert das Heck des Kombis. Das Auto zeigt, was es drauf hat. Unter der Motorhaube sorgt eine Federbein-Domstrebe für zusätzliche Stabilität im Fahrverhalten.

Im Innenraum ist ganz eindeutig das MOMO-Lederlenkrad mit drei Speichen der Blickfänger. Es liegt hervorragend in der Hand. Die Instrumente sind mit weißen Zifferblättern hinterlegt. Etwas unglücklich platziert ist das Radio-Navigationsgerät, da hätte man etwas dezenter arbeiten können und sicher einen besseren Platz gefunden. Hohes Lob verdient jedoch das VDO Dayton-Navi der neuesten Generation. Es arbeitet genau und unkompliziert. Mittels DVD und für bestimmte Zeiträume zu ordernde Freischaltung findet es kleinste Sträßchen von Palermo bis Hammerfest. Die Sitze sind auch auf langen Strecken angenehm und bieten guten Halt, der Fahrersitz ist mehrfach verstellbar. Auf den beiden äußeren hinteren Sitzen bietet der Lancer ein ISOFIX-Befestigungssystem für Kindersitze.

Der Vierzylinder spielt auf 16 Ventilen eine schnelle Melodie. Aus knapp zwei Litern Hubraum schöpft er 99 kW/139 PS für den Frontantrieb. Einer der ganz Schnellen im Antritt ist der Lancer Kombi nicht. Sein maximales Drehmoment von 176 Newtonmeter liegt bei 4.500 Motorumdrehungen an. Bei Fahrten im Bereich oberhalb der 100 km/h aber zeigt er seine Stärken. Jederzeit macht er hier Reserven frei und kann noch kräftig zulegen. Unter optimalen Bedingungen erreichte das Fahrzeug die 200 km/h-Grenze ohne Probleme. Der Motor zeigte auch dann noch einen kultivierten Lauf. Dabei zeugt ein Verbrauch von rund neun Litern während der Testtour nicht von großem Durst. Der Mitsubishi Lancer Kombi erfüllt die Abgasnorm Euro 4.

Das Fahrwerk, in Verbindung mit der Tieferlegung und der Domstrebe, bringt einen sehr ordentlichen Kontakt zur Straßenoberfläche. Auch schnell angefahrene Kurven bringen keine Schweißausbrüche mit sich, das Auto bleibt auf Kurs. Die Abstimmung ist trotz aller sportlichen Anforderungen moderat-komfortabel. Auch die Bremsanlage ist der Leistung angepasst. Die Zweikreis-Bremsanlage mit ABS, Bremskraftverstärker und elektronischer Bremskraftverteilung verzögert ordentlich und ohne Probleme auch bei starker Beanspruchung.

Wird der Kombi unter Ausnutzung der komplett möglichen Ladefläche zum Zweisitzer, ist der Kofferraum mit rund 1.000 Liter Last zu beladen, dazu kommen noch Staufächer im Gepäckraumboden. Überhaupt bietet der Lancer Kombi im gesamten Innenraum ausreichend Stau- und Ablagemöglichkeiten, vom inzwischen unvermeidlichen Cup-Holder bis zu den Kartentaschen an der Rückseite der Vordersitze.

Der Mitsubishi Lancer Kombi Sport kostet in der gefahrenen Variante 2 Liter 99 kW/135 PS 19.290 Euro, für eine Metallic/Perleffekt-Lackierung als Option kommen noch 390 Euro dazu.

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