Toyota C-HR 2,0-l-Hybrid: Tankt Benzin und lädt beim Fahren

Markant gezeichnet wirkt er: Rautenförmige Kanten und kurze Überhänge fallen ins Auge. Die Seitenansicht mit abfallender Dachlinie wirkt sportlich-agil und erinnert an ein Coupe. Die Türgriffe sind bündig eingearbeitet. Am knackigen Heck dominieren die schmalen Rückleuchten. Das ist der erste Eindruck, den der Toyota C-HR hinterlässt.

Innen geht es komfortabel zu: Der 4,36 Meter lange und 1,83 Meter breite C-HR bietet gutes Raumgefühl, die Vordersitze erweisen sich als bequem mit optimalem Sitzkomfort und auch genügend Seitenhalt. Der Radstand von 2,64 Metern macht sich hier bemerkbar.

Die Bedienung von Touchscreen und Co. ist unkompliziert und funktioniert einwandfrei. Das Cockpit ist klar strukturiert und die Mischung aus digitaler und analoger Bedienung ist ausgewogen und gut bedienbar. Die verwendeten Materialien sind gut verarbeitet und machen einen wertigen Eindruck. Die Smartphone-Integration über Apple Carplay und Android Auto funktioniert kabellos und geladen wird das Handy per Ladeschale im getesteten GR Sport. Hinter der Heckklappe des Vollhybrid können mindestens 424 Liter Gepäck verstaut werden.

Wir erprobten den Zweiliter-Vollhybrid AWD in der GR Sport-Version, der von einem 152 PS starken Vierzylinder-Benziner und zwei Elektromotoren (vorne 111 PS, hinten 41 PS) angetrieben wird und eine Systemleistung von 197 PS erreicht, mit einem Drehmoment-Bestwert von 206 Nm. Mittels eines kontinuierlich-variablen Getriebes wird die Kraft ruckelfrei auf alle vier Räder gebracht. Geladen wird die Batterie (4,1 kWh) ausschließlich per Rekuperation während des Fahrens. So kann man auch lautlos dahingleiten. Das Zusammenspiel von Verbrenner und den beiden E-Motoren ist meistens unauffällig. Bei beherztem Tritt aufs Gaspedal ist der Verbrenner unüberhörbar. In 7,9 Sekunden beschleunigt der knapp 1,5 Tonnen schwere Crossover aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h. Laut Hersteller liegt sein Normverbrauchswert bei 5,1 Liter auf 100 Kilometer (WLTP). Den angegebenen Normverbrauch haben wir nur sehr knapp verfehlt, unser Bordcomputer zeigte insgesamt 5,3 Liter E10/100 km. Bei vorausschauender Fahrweise im Stadt-/Landstraßen-Mix war der CH-R noch „krafstoffknauseriger“ und begnügte sich mit durchschnittlich vier Litern.

Bei normaler Fahrweise ist man leise unterwegs. Der Vollhybrid federt komfortabel ab. Auch schneller gefahrene Kurven meistert er gut. Die direkte Lenkung gibt genügend Rückmeldung. Zwischen den verschiedenen Antriebsarten wechselt der CH-R automatisch.

Der getestete Zweiliter-Vollhybrid mit Allradantrieb in der gut ausgestatteten GR Sport-Version kostet ab 45.890 Euro. Deutlich weniger (mindestens 34.990 Euro) kostet die 1,8-Liter-Basisversion Flow mit einer Systemleistung von 140 PS und Frontantrieb.

Für 45.890 Euro gibt es auch reichlich Assistenzsysteme und Komfortausstattung: Beim GR Sport sind unter anderem neben sieben Airbags auch Einparksensoren – vorne und hinten mit automatischem Bremsassistenten, Tempo-Begrenzer, Rückfahrkamera und -Assistent sowie Toyota Safety Sense mit adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage, Pre-Collisions-System inklusiv Kreuzungswarner, Spurhalteassistent und eine Verkehrsschilderkennung an Bord. Auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die elektrische Heckklappe, ein JBL-Sound-System, Navigationssystem und 12,3-Zoll-Display, ein kabelloses Smartphone-Ladegerät, beheizbare Scheibenwischer-Anlage und ebenfalls beheizbares Lenkrad inklusive Sitzheizung sind im Lieferumfang enthalten.

Fotos: Ute Kernbach, Toyota

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