Toyota Land Cruiser: Neuer Station Wagon für 2020?

Die Land Cruiser-Familie besteht aus drei parallel angebotenen Modellreihen: "Land Cruiser" - mit der aktuellen "Serie 70", dem "Land Cruiser Prado" (auch "150" genannt, der Komfortable) und dem Land Cruiser "Station Wagon", auch "200er" genannt.

Das ist der Große, der derzeit in Westeuropa nicht angeboten wird. Mit der “BJ 20, 30, 40”-Serie hatte alles 1951 und in den Folgejahren angefangen. Die anschließende “50er”-Serie führte dann zum weltweit berühmten Modell “Buschtaxi” in all seinen Detailvarianten. Die Evolution des Land Cruiser zeigt dabei aber auch, dass Prado und Station Wagon, gemessen an früheren Modellen, schon sehr lange auf dem Markt sind.

Zu lange, meinen Branchenkenner. Warum wohl? Toyota in Japan weiß genau, dass diese Fahrzeuge ganz schlicht einfach gut sind. Zum anderen weiß man in der Zentrale aber auch nicht, was man signifikant verbessern sollte. Gut, die 150er und 200er sind in den Augen mancher Besitzer etwas “overengineered”, von allem etwas zuviel. So verlangten Kunden in Afrika beispielsweise, dass das “keyless go”-System (schlüsselloses Öffnen und Starten) wieder abgeschafft wird und man bitte doch zum klassischen Schlüssel zurückkehren möge.

Der Nachfolger des Land Cruiser 200 könnte kurz vor dem “Launch” stehen. Er solle “luxuriöser” sein, auch “mehr technische Features” aufweisen und leichter – “durch Einsatz von mehr Komposit-Materialien”. Da wird so manches hinein interpretiert, was sich später (also etwa 2020) als “Ente” zeigen könnte.

Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft: Sicher dürfte sein, dass ein 3,5-Liter-Twin-Turbo-V6-Triebwerk darin seinen Job machen wird. Das wäre der aus dem Lexus LS mit satten 450 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment. Keine schlechte Idee, da ein bewährtes Aggregat. Dazu eine 10-Stufen-Automatik als am besten geeignete Kraftübertragung: das wäre es. Doch auch der bewährte V8-Kraftprotz bliebe selbstverständlich im Programm, lässt man bei Toyota durchblicken.

Eine Computersimulation des Neuen ist auch schon im (virtuellen) Umlauf. Sie zeigt einen glatt entworfenen Karosseriekörper, klar gezeichnet, unverspielt, geradlinig. Es scheint im Vergleich zum letzten Facelift im August 2015 nur wenige und zurückhaltende Retuschen zu geben. Man darf gespannt sein, wie er sich dann wirklich präsentiert …

Quelle: Netzmeister/Buschtaxi

Fotos: Autodrom Archiv/SP-X, Toyota

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