Start in die FIA-Weltcup-Saison

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Gerade mal zwei Monate sind vergangen, seit die Dakar-Rallye in Argentinien abgewinkt wurde. Es lag für etliche Teams folglich auf der Hand, ihre Renner möglichst schnell wieder in Schuss zu bekommen, um beim Start zum FIA-Offroad-Weltcup mit von der Partie sein zu können. Und der fand als Traditionsveranstaltung als Baja Italia wieder um die Dolomitenstadt Pordenone statt. Alles, was Rang und Namen hatte und sich um die begehrten Punkte für den Weltcup zu streiten bereit war, trat an. Immerhin sind es nur deren 7 Läufe insgesamt und da ist jeder Punkt wichtig. Technisch faszinierende neue Proto's wurden ebenso an den Start gerollt wie bewährte Rallye-Geräte, dazu eine Menge von Privatfahrern mit mehr oder weniger handwerklich dubiosen Fahrzeugen, die aber meist schon nach wenigen Sonderprüfungen wieder verschwunden waren. Das Gesamtsieger-Team von 2010, Leonid Novitzkiy/Andy Schulz trat mit seinem zuverlässigen BMW X3 CC an, das vom hessischen X-Raid-Team entsprechend für die Saison präpariert worden war. So kam es zum erwarteten ersten Schlagabtausch der diesjährigen Favoriten. Das BMW-Team belegte nach Abschluss der Veranstaltung den 2. Platz, womit nicht nur das Team, sondern auch Teamchef Sven Quandt zufrieden war: Wichtig waren die Punkte, nicht der unbedingte Sieg. Denn gleich bei der ersten Jahresveranstaltung nach dem Motto Pokal oder Spital zu fahren, ist bei 7 Wertungsläufen Unsinn. So haben sich Novitzkiy/Schulz eine gute Basis geschaffen, denn Anfang April starten sie bereits bei der Abu Dhabi Desert Callenge auf der arabischen Halbinsel.

Leonid Novitzkiy, auf seinen Unfall bei der letzten Dakar und seine Handgelenkverletzung angesprochen, meinte: Ist alles gut verheilt, kann alles wieder bewegen. Noch ein bisschen Krafttraining, und ich bin wieder zu 100 Prozent fit. Hauptgegner war in Pordenone das russische Team B. Gadasin/Shchemal auf einem G-Force-Proto, das unterm Strich auch die Gesamtwertung vor Novitzkiy/Schulz gewann, wobei nur knapp 52 Sekunden zwischen beiden Kombattanten lagen. Angesichts berühmter Gegner wie Schlesser, M. Kahle, M. Zapletal und Poricek mit dem mächtigen H3-Hummer kann der Vizerang nicht hoch genug angesiedelt werden. Wer von den Konkurrenten dieses ersten Wettbewerbs überhaupt alle Veranstaltungen fährt, wird sich zeigen, so mancher hatte gerade das Budget für Pordenone zusammen bekommen. Novitzkiy/Schulz jedenfalls haben sich zum Ziel gesetzt, auch 2011 den FIA-Offroad-Weltcup zu gewinnen.

Text: CineMot/Frank Nüssel
Bilder: X-Raid-Team

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