9.000 Tonnen weniger: Kohlendioxid-Reduktion

Beitragsbild
Foto 1
Foto 2
Foto 3

Insgesamt 9.000 Tonnen Kohlendioxid-Reduktion ließen sich erzielen! Voraussetzung: sämtliche eingereichten Projekte beim Umwelt-Schulwettbewerb Klima & Co. würden realisiert. Über 140 Schulteams präsentierten seit März 2008 ihre Ideen in diesem bundesweiten Leistungsvergleich. Die Podiumsplätze wurden hochdotiert. Umweltstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) und Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der deutschen BP, kürten in Berlin die Sieger: 50.000 Euro für das Schulteam, das die besten Klimaschutz-Ideen für seine Schule entwickelte, 30.000 Euro für Rang 2 und 20.000 Euro für den Drittplatzierten.

Das Finale war spannend: Die zehn herausragendsten Schulteams stellten der Jury aus Experten von Bundesumweltministerium, Öko-Institut, Germanwatch, Deutscher Städte- und Gemeindetag und deutscher BP ihre Konzepte vor. Die Sieger:

Platz 1:
Das Gymnasium bei St. Michael in Schwäbisch-Hall hat die höchste CO2-Einsparung erarbeitet – 716 Tonnen. Neue Heizungspumpen, Umstellung auf Ökostrom, überdachte Radabstellplätze und ein Schulradwegekonzept stehen auf dem Programm. Auch Überzeugungsarbeit bei Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Autofahrern gehören zu den Vorschlägen.

Platz 2:
Das Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld erreicht eine Einsparung von 430 Tonnen CO2 durch Umrüstung von 300 Fahrzeugen auf Flüssiggas und Ausgleich der CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge durch den Kauf von Zertifikaten, eine schuleigene Gastankstelle und Fahrgemeinschaftszentrale sowie durch den Bau, Verleih und Vertrieb von Hybrid-Liegerädern.

Platz 3:
Die Mittelschule Weißig in Dresden erzielt 211 Tonnen CO2-Einsparung durch Sanierungsmaßnahmen, Wassersparen, Beleuchtungsoptimierung, Projektwochen zu umweltfreundlicher Mobilität. Zudem sollen künftig regionale Klassenfahrten bevorzugt und auf das Flugzeug weitgehend verzichtet werden.
Die leer ausgehenden Teams erhielten unter anderem vom Bundesumweltministerium eine Beratung über die Förderung von Klimaschutzprojekten, mit der auch sie ihre eingereichten Ideen umsetzen können.

Klima & Co ist eine Initiative der deutschen BP und des Zeitbild Verlags unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministers. Mehrere Monate lang hatten in zahlreichen Schulen in Deutschland Schüler und Lehrer an Maßnahmen gegen Kohlendioxid getüftelt. Gute Ideen liegen quasi auf dem Schulhof. Die bundesdeutschen Schulen verbrauchen im Durchschnitt rund 70 Prozent mehr Energie als andere kommunale Gebäude. Nach Ansicht von Experten bestehe in diesem Umfeld ein gewaltiges Sparpotenzial.
Beispiele aus dem Wettbewerb: Eine Mitfahrzentrale mit dem Namen Speed-Dating, die Einrichtung einer schuleigenen Gastankstelle oder die Anschaffung eines Pools von Pendler-Fahrrädern für den Weg zwischen Bahnhof und Schule sollen zum Klimaschutz beitragen. Andere Schulteams konzipierten die Errichtung eines kleinen Wasserkraftwerks, die Anpflanzung von 1.000 Bäumen zur Bindung von Kohlendioxid oder die Umstellung der Schulspeisung auf regionale Produkte. Auch Strom- und Wärmefressern wurde der Kampf angesagt.Gewinner des Wettbewerbs sind nicht nur die Schulen, die mit Hilfe der Preisgelder ihre Ideen an der Schule umsetzen können. Sondern jede teilnehmende Einrichtung profitiert von den zu erwartenden Verbesserungsvorschlägen und den neu gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen der Jugendlichen, sagt Dr. Franke.

Text: Erwin Halentz, Fotos: Deutsche DP

Nach oben scrollen