Erste Erfahrungen: Honda Civic Type R und S

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Die achte Generation des Honda Civic kommt mit dem mutigen Design und der ungewöhnlichen Innenraumgestaltung bei der Kundschaft an. Doch neben dem guten Aussehen lieben die Kunden die Fahrdynamik des Civic bei gleichzeitigem günstigem Verbrauch. Jetzt erhöht Honda mit dem Type R und S die Fahrfreude.

R wie Rennwagen, rassig oder rasant: So buchstabiert man wohl das Kürzel im Honda Civic Type R korrekt. Er vermittelt bereits auf den ersten Blick einen dynamischen Auftritt. Mit seiner um 5 Millimeter tiefer gelegten Karosserie, den serienmäßigen 18-Zoll-Rädern im Sieben-Speichen-Look, dem tiefen Frontspoiler und dem schwarzem Kühlergrill mit Wabenmuster zeigt sich der Japaner von seiner sportlichen Seite. Zudem ist der Type R mit großen, dreieckigen Nebelscheinwerfern versehen, deren Form die Auspuffrohre am Heck widerspiegeln.

Das Interieur unterstreicht den sportiven Charakter des Fahrzeugs. Die großen, schwarzen Schalensitze bieten nicht nur einen guten Seitenhalt und eine ergonomisch gute Sitzposition. Sie fallen auch auf: Als Kontrastfarbe beherrscht ein sattes Rot die Sitzauflagen, Rückenteile und Rücksitze. Rot sind auch die Anzeigen in der Instrumententafel illuminiert. Aber was wäre das schöne Sein ohne einen kraftvollen Motor? Beim Triebwerk durften die Honda Ingenieure ihre Lust am Motorsport ausleben. Das überarbeitete 2,0-Liter-Aggregat bringt 201 Pferdestärken zum Galoppieren. Das Aggregat dreht Honda typisch hoch. Die maximale Leistung wird bei 8.000 Umdrehungen erreicht. Im Bereich zwischen 5.400 und 8.000 Umdrehungen steht das Drehmoment von 193 Newtonmeter zur Verfügung. Kein Wunder, dass der Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer in nur 6,6 Sekunden gelingt. Der Vortrieb ist erst bei 235 Stundenkilometer zu Ende. (Verbrauch: 9,1 Liter; CO2: 215 g/km) Der Motor spricht jetzt noch besser an und ist dank der neuen elektronischen Drosselklappe und einer zusätzlichen Ausgleichswelle laufruhiger. Seine dynamischen Qualitäten stellt auch das Sechsgang-Getriebe unter Beweis. Knackig und präzise überträgt es die Kraft an die Vorderräder. Natürlich verfügt der Wagen über die elektronischen Assistenten, um den Wagen sicher auf der Straße zu halten.

Der Honda Civic Type S gibt sich ebenfalls sportlich, allerdings ohne die Alltagstauglichkeit außer Acht zu lassen. Der Käufer des neuen Type S kann zwischen zwei Motoren, einen 1,8-Liter Benziner und einen 2,2-Liter-Diesel, mit jeweils 140 PS wählen. Beide Triebwerke sind mit Sechsgang-Schaltgetrieben ausgestattet. Auf Wunsch ist der 1,8-Liter-Benziner mit dem automatisierten Schaltgetriebe i-SHIFT erhältlich, bei dem der Gangwechsel wahlweise automatisch oder manuell über den Schalthebel oder Schalttasten am Lenkrad vorgenommen werden kann. Der 2,2-Liter-Common-Rail-Selbstzünder spurtet von 0 auf 100 km/h in 8,6 Sekunden und ist dabei um 0,3 Sekunden schneller als der Benziner. Beim Verbrauch geben sich beide Triebwerke knauserig. Der Diesel kommt mit 5,2 Liter 100 Kilometer weit (CO2: 138 g/km), der Benziner benötigt für die gleiche Strecke 6,6 Liter (CO2: 156 g/km).

Die Silhouette des Type S ähnelt der des aktuellen Civic Fünftürers. Das stark zulaufende hintere Seitenfenster betont das Coupéheck. Die sich verjüngende Form der hinteren Seitenscheiben sorgt zusätzlich für ein schnittiges Profil. Der Sportler hat sich die bekannte Alltagstauglichkeit der Civic Modelle bewahrt. Dazu gehören das großzügige Platzangebot für die Insassen und ein Kofferraumvolumen, das bis zu 1.352 Liter Fassungsvermögen aufnehmen kann. Der Type R vermittelt ab 26.900 Euro Rennsportatmosphäre, der Type S steht ab 20.900 Euro beim Händler, der Diesel kostet ab 23.600 Euro.

Text: Elfriede Munsch

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