BMW unterstützt Max-Ophüls-Festival

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Das Filmfestival Max Ophüls Preis, das 2006 vom 23. bis 29. Januar in Saarbrücken stattfindet, gilt als Forum für Nachwuchstalente des deutschsprachigen Raumes. Fachpublikum und über 25.000 interessierte Filmenthusiasten können ein breites Spektrum von Filmen in verschiedene Reihen und im Wettbewerb 16 Lang- und 16 Kurzfilme der unterschiedlichsten Genres ansehen. Die hochrangig besetzte Jury, der in diesem Jahr unter anderen die Regisseurin Hermine Huntgeburt (Die weiße Massai) und die Ärztin und Schauspielerin Christiane Paul angehören, entscheidet über den renommierten, mit 36.000 Euro dotierten Max Ophüls Preis.

In dem rund 90-minütigen Programm werden die sieben Sieger der BMW Kurzfilm Awards der Jahre 2004 und 2005 sowie die Kurzfilme Tigerkraut, Wolfsnacht und Leroy räumt auf gezeigt.

In Tigerkraut schildert die Autorenfilmerin Eva Marel Jura die Annäherung einer Tochter an ihre Mutter bei einer gemeinsamen Reise. In Wolfsnacht von Florian Cossen trifft eine Familie aufeinander, die es bisher nie gegeben hat. Es ist die Geschichte einer ersten Begegnung nach 30 Jahren: Vater und Sohn verbringen eine Nacht zusammen, in der sie versuchen, Stationen einer Vater-Sohn-Beziehung nachzuholen. Leroy räumt auf erzählt vom afrodeutschen Jugendlichen Leroy, der dem in Berlin allgegenwärtigen Rechtsradikalismus begegnen will. Stilistisch knüpft dieser 19-minütige Spielfilm an die US-amerikanische Blaxploitation-Bewegung an, die Ende der 60er Jahre entstand. Die Filme wurden explizit für ein schwarzes Publikum produziert und genießen, unter anderen wegen Ihrer Filmmusik, heute Kultcharakter. Der Editor des Kurzfilms, Marty Schenk, wurde kürzlich mit dem BMW Group Förderpreis Schnitt ausgezeichnet. Leroy räumt auf lebt gerade durch die herausragende Kombination eines unsichtbaren Schnittes abgestimmt auf den Rhythmus der Berliner Musikszene.

Auch am Kurzfilm-Wettbewerb beteiligt sich BMW unterstütztend, etwa bei 37 ohne Zwiebeln. André Erkau erzählt vom kleinen Lukas, der sich in der Zeit verliert. In Hitzschlag von Christian Bach zieht die sendungsbewusste Hedwig in einen Feldzug gegen die Sünde, beim Film Goldjunge von Stephan Fischers geht es um den Anti-Helden Oliver, der bei seiner Rückkehr in den Osten zugeben muss, dass er es nicht geschafft hat. Die Tragikomödie Wigald von Timon Modersohn besticht durch schwarzen Humor.

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