Volle Ladung/Leistung: Autobatterie-Ladegeräte im KÜS-Test

Acht Modelle mit erheblichen Qualitätsunterschieden im Vergleich

Wer viel Kurzstrecke fährt oder sein Auto längere Zeit stehen lässt, der sollte die Batterie regelmäßig laden, um keine böse Überraschung zu erleben. Auch leistungsstarke Stromverbraucher wie Heckscheiben- und Sitzheizung bringen Autobatterien schnell an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Startprobleme sind die häufigste Folge. Viele Pannen lassen sich aber bereits im Vorfeld mit dem Einsatz moderner Ladegeräte vermeiden. Denn ein voller Auto-Akku erhöht die Startsicherheit und die Lebensdauer der Batterie gleichermaßen.

Die Prüf- und Sachverständigenorganisation KÜS hat gemeinsam mit Auto Bild acht Batterieladegeräte zwischen 20 und 80 Euro einem umfangreichen Vergleichstest unterzogen. Testsieger mit der Note „sehr gut“ wurde das CTEK CT5 Time to go (siehe Ergebnistabelle). Viermal vergaben die KÜS-Prüfer die Note „gut“, in der Reihenfolge ihrer Platzierung für Noco Genius 5, Bosch C3 (Preis-Leistungs-Sieger), Gysflash 6.12 und Optimate 6. „Noch gut“ das Eufab 16616. Als „befriedigend“ erwies sich das Norauto Essential. Lediglich „ausreichend“ das Schlusslicht im Test, das Einhell CE-BC 6M.

Mit der wichtigste Testpunkt war das Lade- und Ladeerhaltungsverfahren. Dabei ging es unter anderem darum, die Akkus möglichst schonend bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, der die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. CTEK und Gysflash waren in dieser Disziplin ganz vorn dabei. CTEK verfügt als eines der wenigen Geräte auch über eine sogenannte Regenerierungsfunktion, mit der sich so manche angeschlagene Nassbatterie hinsichtlich Kapazität und Startfähigkeit durch Anhebung der Ladespannung aufs ursprüngliche Niveau bringen lässt.

Bei den elektrischen Prüfungen bemängelten die Prüfer bei den Ladegeräten von Norauto, Eufab und Einhell unter anderem, dass sich die Testbatterie in Kürze wieder entladen hatte, wenn das Ladegerät vom Stromnetz getrennt, aber weiterhin an der Batterie angeschlossen war. Der Kapazitätsverlust durch Rückstrom von der geladenen Batterie war dabei so groß, dass dafür keine beziehungsweise nur wenige Punkte gegeben werden konnten.

Zumeist gute bis sehr gute Ergebnisse notierten die KÜS-Tester hingegen bei Kurzschlussfestigkeit oder Ladbarkeit tiefentladener Batterien. Nur wenige Ausreißer auch bei den Qualitätsprüfungen. So waren die beiden Batterielader von Gysflash und Norauto nach dem Falltest kaputt.

Drei Ladegeräte zeigten beim Kältetest bei minus 20 Grad in der Kältekammer erhebliche Schwächen. Bei Einhell war die Isolierung gebrochen und die Lader von Bosch und Norauto können nur bis zu einer Umgebungstemperatur von 0 °C und der von Eufab bis -5 °C betrieben werden. In der Praxis bedeutet dies, dass das Auto im Winter in einer beheizten Garage geparkt oder die leere Batterie zum Laden ausgebaut und an einem warmen Ort geladen werden muss.

Erfreulich: Alle Testgeräte waren auch in der Lage, selbst auf bis zu 4,5 Volt tiefentladene Batterien wiederzubeleben, wenn beispielsweise vergessen wurde, die Fahrzeugbeleuchtung auszuschalten.

So hat die KÜS getestet

Die Unterschiede zwischen den Ladegeräten ermittelten wir nicht am Auto, sondern gemeinsam mit den Experten von Auto Bild im unabhängigen Testlabor Fakt. Die Vergleichstests wurden auf einem speziellen Prüfstand reproduzierbar durchgeführt und dokumentiert. Die höchsten Punktzahlen gab es für die elektrischen Prüfungen, gefolgt von Funktionsumfang und der Qualität, denn schließlich soll ein Ladegerät bei möglichst vielen Batterietypen problemlos funktionieren. Beim Falltest galt es, einen Sturz aus einem Meter Höhe ohne Schäden zu überstehen. Beim Auflade-Test wurde jeweils eine um 25 Ah entladene Batterie wieder aufgeladen, wobei die Zeit gemessen wurde. Dabei wurden die Ladekurven ermittelt, die anliegenden Spannungen und der Stromfluss festgehalten. Um die vollen Punkte beim Funktionsumfang zu erhalten, mussten die Ladegeräte unterschiedliche Batterietypen erkennen und natürlich auch laden können.

Bildquelle: KÜS / Sveinn Gunnar Baldvinsson

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