Kratzerpolituren im KÜS-Test: Gegen fiese Spuren im Lack

Welche Mittel bei kleinen Schrammen wirklich helfen

Zehn Lackkratzerentferner im Vergleich

Kurz nicht aufgepasst, und schon ist es passiert: Die Handtasche streift die Autotür, beim Einparken kommt man etwas zu nah an die Hecke oder an Äste. Die Folge: kleine oder große Kratzer im Lack. Solche Schäden kann die ansonsten sehr robuste Klarlackschicht nicht abhalten. Abhilfe versprechen hier Kratzerpolituren, die leichte Kratzer im Klarlack verschwinden lassen sollen. Doch welcher Kratzerentferner funktioniert wirklich?

Welche Mittel helfen, um die Kratzer schnell wieder verschwinden zu lassen, hat die KÜS gemeinsam mit Auto Bild getestet. Zehn im Fachhandel erhältliche Produkte haben die Experten bewertet. Die Preisspanne ist groß, zwischen 6,09 Euro und 20,99 Euro sind für die Kandidaten fällig.

Kratzerfrei: Testsieger glänzt mit bestem Gesamtbild

Testsieger nach Punkten und damit auf dem ersten Platz landet Dr. Wack A1 Nano Kratzer Polish (16,99 Euro) mit der Note „gut“ (siehe Ergebnistabelle). Die Paste lässt sich einfach auftragen und überzeugt mit guter Auspolierbarkeit sowie mit dem besten Gesamtbild. Selbst nach dem Abwischen mit einer Alkohollösung bleibt der Glanz erhalten und zeigt so, dass die Kratzer tatsächlich entfernt und nicht nur mit Silikon überdeckt werden.

Mit der Auszeichnung „gut“ bewerten die Tester auch das Sonax Kratzer Entferner Set (20,99 Euro), den Stark Kratzer Entferner (8,99 Euro), den Presto Lack Kratzer Entferner (15,99 Euro) sowie den Preis-Leistung-Sieger Autosol Kratzer Entferner (7,36 Euro). Sonax punktet mit einem ähnlich guten Ergebnis wie Dr. Wack, nach der Behandlung sind kaum noch leichte Kratzer im Lack erkennbar. Stark, Presto und Autosol bieten ebenfalls überzeugende Ergebnisse mit wenigen verbleibenden Kratzern.

Unschön: Auch nach dem Polieren bleiben Kratzer im Lack

Hinter den ersten fünf Plätzen die drei mit „befriedigend“ bewerteten Produkte Meguiar’s Scratch X 2,0 (20,90), Turtle WAX Scratch Remover (8,99 Euro) und Quixx Paint Scratch Remover (14,95 Euro). Meguiar’s besticht durch sehr gute Auspolierbarkeit, hinterlässt allerdings einige unschöne Kratzer auf dem Lack. Turtle verliert Punkte, weil die Paste nach dem Auftragen zäh wird und sich schwer auspolieren lässt. Quixx liefert alles in allem kein gutes Ergebnis.

In ihrer Leistung nur „ausreichend“ die beiden letztplatzierten Kratzerentferner Rotweiss Polierpaste silikonfrei (7,40 Euro) und Nigrin Scratch Remover (6,09 Euro). Rotweiss entfernt Kratzer nur schwach. Nigrin lässt sich nur schwer auspolieren und versagt bei der Kratzerentfernung weitestgehend. Dafür werden Lackschäden mit Silikon überdeckt.

Eines haben alle getesteten Mittel gemeinsam: Sie helfen nur bei der Beseitigung oberflächlicher Schäden im Klarlack und lassen kleine Macken mehr oder weniger gut verschwinden. Bei tieferen Kratzern hilft meist nur die Fachwerkstatt weiter.

So hat die KÜS getestet

Die Experten von KÜS und Auto Bild haben in einem Fachlabor in den verschiedensten Kategorien getestet. Zuerst prüften sie den Lieferumfang, die Bedienungsanleitung und die Anwendung der einzelnen Produkte. Funktioniert der Kratzerentferner einphasig, oder muss man mit zwei Polituren arbeiten? Für den Labortest präparierten die Experten eine Lackplatte, die uni schwarz sowie mit Klarlack lackiert und anschließend auf 70 Glanzeinheiten mattiert wurde. Jeder Kratzerentferner bekam eines von zehn Testfeldern zugeteilt, dass die Tester mit der Politur nach Herstellerangaben bearbeiteten. Entscheidende Kriterien sind hier das Auftragen der Politur und die Auspolierbarkeit. Danach unterzog das Testteam jedes Prüffeld einer Glanzmessung mit einem Reflektometer vor und nach der Entkonservierung mit Alkohol. Anschließend bewerteten mehrere Experten subjektiv das Ergebnis der Polierergebnisse. Für die meisten Produkte im Test war es kein Problem, leichte Kratzer zu entfernen.

Bildquelle: KÜS / Sveinn Gunnar Baldvinsson
Tabelle: KÜS

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