Lese-Tipp – Goosen: Sweet Dreams

Süße Träume – was haben die bei einem Teenager zum Inhalt?

Frank Goosen erlebte den Umbruch, bei dem die Eltern so allmählich schwierig werden, in den Achtzigern. Weswegen er einen viel größeren Umbruch in den Vordergrund stellt – den des Ruhrgebiets, wo er aufwuchs. Weg vom „Kohlenpott“, hin zu – ja, wohin eigentlich? Die Frage wurde in der Zeit auch durch die Sowjetunion aufgeworfen: Mit Michail Gorbatschow kam jemand ans Ruder, der – anders als seine Vorgänger – keine altersbedingt eher kurze Amtszeit haben würde. Naja, Frank Goosen formuliert das wesentlich salopper. Und eingängiger.

Denn genau das ist die Stärke des Autors: Er verknüpft persönliche Erinnerungen mit dem Zeitgeschehen „drum herum“. Das hat er in „Liegen lernen“ und anderen Bestsellern bewiesen, das zeigt er auch hier. Man muss vielleicht nicht unbedingt ganz fit in Geschichte sein, um Entwicklungen der Gegenwart zu verstehen. Es ist aber sehr, sehr hilfreich dabei.

Frank Goosen: Sweet Dreams. Kiepenheuer und Witsch Verlag; 11 Euro.

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