Opel Zafira und Vivaro elektrifiziert: Antrittsstark, leise und sauber

Nach dem Corsa-e sind ab sofort auch der Zafira-Life und der Vivaro-e als reine Stromer von Opel bestellbar. Nach dem Debüt des Zafira Life im Herbst 2019 ist jetzt die Elektroversion Zafira-e Life M Selection mit 50 kWh-Batterie zu Preisen ab 45.825 Euro (inklusive 19 % MwSt. und nach Abzug des "Umweltbonus") auf den deutschen Markt. Der Vivaro-e ist inklusive "Umweltbonus" ab 26.650 Euro erhältlich. Die Auslieferung des Vivaro-e beginnt Ende dieses Jahres, beim Zafira-e wird es Anfang 2021.

Der Zafira-e kommt – wie seine Verbrenner-Brüder – im kraftvollen Look daher und ist in drei Längen S, M und L (4.606 mm, 49.56 mm, 5.306 mm) und zwei Radständen (2.925 mm, 3.275 mm) erhältlich. Die 2.010 Millimeter breiten und höchsten 1.940 Millimeter hohen Passagiervans, die in jedes Parkhaus passen, bieten je nach Modellvariante Platz für bis zu neun Personen inklusive Fahrer. Hinter die große Heckklappe können je nach Ausstattung und Sitzkonfiguration bis zu 4.500 Liter Gepäck passen.

Der E-Motor vom Zafira-e und Vivaro-e unter der Motorhaube ist aus dem Corsa-e bekannt und leistet 100 kW/136 PS. Sein maximales Drehmoment von 260 Newtonmeter steht sofort zur Verfügung. Der Zafira-e sprintet aus dem Stand auf Tempo 100 in 12,1 Sekunden, bei einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h (begrenzt) ist dann Schluss. Angeboten werden die beiden Stromer in zwei Batteriegrößen mit 50 beziehungsweise 75 kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die platzsparend im Fahrzeugboden zwischen den Achsen angebracht ist. Damit lassen sich laut Hersteller Reichweiten nach WLTP von bis zu 230 beziehungsweise 330 Kilometer realisieren, dann muss der “Elektrolurch” wieder an die Steckdose. An der Schnelllade-Säule wird der Akku mit maximal 100 kW in rund 32 Minuten (50 kWh) zu 80 Prozent geladen, die 75 kWh-Akku-Ladezeit beträgt 48 Minuten. Erwähnenswert ist die Acht-Jahres-Garantie bis zu 160.000 Kilometer auf die Batterie.

Einmal Platz genommen und den Startknopf gedrückt, herrscht Stille. Lediglich die Instrumententafel zeigt, dass der Motor läuft. Dem Fahrer stehen für den Vortrieb drei Fahreinstellungen (Power, Normal, Eco) zur Wahl. Mittels Kippschalter wird der Gang eingelegt, per Knopfdruck kann der B-Modus aktiviert werden, der während der Fahrt verstärkt rekuperiert. Auf ersten Probefahrten rund um Rüsselsheim zeigte sich der Zafira-e M von seiner besten Seite: agil und leise. Der Kleinbus mit seinem Wendekreis von nur 11,3 Metern (M und L: 12,4 Meter) ist ein Fahrzeug mit viel Platz für Passagiere und Gepäck, die Lenkung ist präzise, und auch scharfe Kurven meistert der Wagen mit Bravour. Durch den niedrigeren Schwerpunkt des Fahrzeugs ergeben sich gute Fahr- und Handlingeigenschaften. Eines ist aber klar: Vorausschauendes Fahren erhöht die Reichweite. Interessant ist auch die von Opel angegebene Anhängelast von 1.000 Kilogramm.

Punkten will der Zafira-e – ebenso wie die Verbrenner-Versionen – auch mit jeder Menge elektronischen Helfern. Immerhin gibt es 14 solcher Systeme, je nach Ausstattungsversion aufpreispflichtig, beispielsweise Head-Up-Display, Ultraschallsensoren, Spurassistent, 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera, Massagesitze, erweiterte Verkehrszeichenerkennung, Toter-Winkel-Warner, semiadaptiver Geschwindigkeitsregler und Notbremsassistent.

Fotos: Opel

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