Mitsubishi ASX: Umfassende Modellpflege

Vor neun Jahren kam der ASX von Mitsubishi auf den Markt. Jetzt spendieren die Japaner dem Kompakt-SUV das dritte Facelift. Seit seiner Einführung haben sich europaweit rund 333.000 Käufer für den ASX entschieden. In Deutschland fand der SUV im vergangenen Jahr 9.060 Käufer.

Ab September steht der neue ASX mit unveränderten Außenmaßen und neuem Design, neuen Assistenzsystemen, stärkerem Motor und jetzt auch wieder mit Allradantrieb beim deutschen Handel zum Verkauf parat. Immerhin erwartet Mitsubishi Deutschland, dass sich zwischen 15 und 20 Prozent der Käufer für einen Allrad-ASX entscheiden werden

Die Modellpflege fällt sehr umfangreich aus. Optisch kommt der Japaner jetzt mit bulliger Front im Dynamic-Shields-Design, schmalen LED-Scheinwerfern und neuen Stoßfängern daher. Im Innenraum fällt das überarbeitete Cockpit mit seinem bis zu Acht-Zoll-Infotainment-Bildschirm ins Auge. Einmal Platz genommen, bietet der 4,36 Meter lange ASX mit seinem Radstand von 2,67 Meter geräumige Platzverhältnisse und eine gute Rundumsicht. Das Stauvolumen hinter der Heckklappe beträgt mindestens 406 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitze erweitert werden.

Unter der Motorhaube kommt jetzt anstatt des 1,6-Liter-Benzinmotors der Vierzylinder-Sauger zum Einsatz, der bereits aus dem Outlander bekannt ist, aber modifiziert wurde. Der 150 PS starke Zweiliter-Vierzylinder leistet 35 PS mehr als der Vorgänger und erreicht sein maximales Drehmoment von 195 Newtonmeter bei 4200 Umdrehungen (das heißt + 41 Newtonmeter). Der Zweiliter-Vierzylinder, der die Abgasnorm Euro 6d-temp erfüllt, läuft ausgesprochen kultiviert und passt sehr gut zum ASX. Ein Diesel ist nicht mehr im Portfolio.

Die Kraft wird serienmäßig mittels einer Fünfgang-Schaltung auf die Vorderräder gebracht. Für den frontgetriebenen ASX ist optional ein CVT-Getriebe, das sechs Schaltstufen simuliert, erhältlich. Neu (beziehungsweise: wieder) im Programm ist ein Allradantrieb für den ASX. Den gab es seit zwei Jahren nicht mehr. Der ASX 4WD hat ausschließlich das CVT-Getriebe an Bord. Der permanente Allradantrieb bietet drei Fahrmodi, über die der Fahrer die Antriebscharakteristik einstellen kann. Im 2WD-Modus werden ausschließlich die Vorderräder angetrieben. Beim 4WD Auto-Modus wird das Antriebsmoment – je nach Straßenverhältnissen – variabel von 98 Prozent vorn und 2 Prozent hinten bis zur symmetrischen Verteilung von 50 Prozent vorn und hinten verteilt. Im 4WD Lock Modus wird schließlich für maximale Traktion auf schlechtem Untergrund etwa das 1,5-fache Drehmoment der Funktion 4WD Auto an die Hinterräder geleitet. Der ASX erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h und meistert den Spurt von Null auf Tempo 100 in 10,2 Sekunden (4WD: 12,2 Sekunden). Bei den Normverbrauchswerten gibt es noch keine Herstellerangaben. Auf ersten Testfahrten lag unser Verbrauch bei 7,3 Litern im Schnitt, die Allradversion benötigte einen guten Liter mehr.

Was der neue ASX kosten wird, ist noch nicht bekannt. Der Basispreis des neuen ASX dürfte aber über dem Vorgängermodell (16.890 Euro) angesiedelt sein, da jetzt unter anderem ein größerer Motor zum Einsatz kommt und auch die Serienausstattung umfangreicher sein soll – zum Beispiel mit LED-Beleuchtung.