Die Wüste ruft: Cross Country Worldcup in Abu Dhabi

Bevor die Kombattanten im Cross Country Worldcup wieder den Weg zurück nach Mitteleuropa finden, stehen ihnen noch spannende und anstrengende Tage im großen Sandkasten der Vereinigten Arabischen Emirate um Abu Dhabi bevor.

Von der “Trucial Coast” am Persischen Golf geht es ins Landesinnere. Der Startort befindet sich auf dem “Yas Marina Circuit”, Formel 1-Liebhabern ob der dort stattfindenden Weltmeisterschaftsläufe wohl bekannt. Ein luxuriöses Umfeld, das den Rallye-Teilnehmern zunächst schmeichelt, bevor Sand und Dünen rufen. Die Auswahl an bedeutenden Teilnehmern bleibt noch immer etwas zurückhaltend, zumal auch heuer wohl Nasser Al-Attiyah fehlen wird: Es hat eher politische Gründe.

Zu den Favoriten zählen da eher Martin Prokop, letztes Jahr Vierter auf seinem bestens gehenden FORD F 150 EVO V8, möglicherweise Sheik Al-Qassimi und vor allem Stéphane Peterhansel, der zum ersten Mal mit seiner Frau Andrea zusammen einen Mini JCW 4×4 aus dem Rennstall von X-raid pilotieren wird. Eine Premiere, wahrlich! Team-Kollege Cyril Despres wird hingegen einen Mini Buggy fahren, ebenso wie Jakub Przygonski, der den letztjährigen Worldcup-Sieger stellte. Als Vierter aus dem Hause von Teamchef Quandt wird Stephan Schott einen Mini JCW 4×4 an den Start bringen. “Es ist meine Lieblings-Wüstenrallye, meine Platzierungen weisen nachdrücklich darauf hin”, so Schott.

Nicht zu übersehen sein wird auch Vladimir Vasilyev, gleich ob er seinen privaten Mini All4 mit bringt oder, wie letztens, einen bulligen Toyota Hilux V8. Die Abu-Dhabi-Sandspiele warten immer wieder mit Überraschungen auf, zumal bis kurz vor dem Start noch wichtige und richtig gute Teilnehmer nachgemeldet werden. “Abgerechnet wird gerade hier erst beim Zieleinlauf nach fünf Tagen, auch wenn einige glauben, sie müssten die Rallye gleich am ersten Tag gewinnen“, so Stephan Schott. Und der muss es nach so guten Ergebnissen aus der Vergangenheit ja wissen.

Wir bleiben dran.

Fotos: Teams /Veranstalter