Dakar 2019: Wenige Minuten vor dem Start

Das hatte sich Dakar-Rückkehrer Robby Gordon auch etwas anders vorgestellt: Nach drei Jahren Abstinenz hatte er genügend Sponsoren für seinen V8-Ballermann von “Speed Energy” eingesammelt, die sein Fahrzeug, die Schrauber und die Assistenzfahrzeuge bezahlen konnten. Sein Fahrzeug war auch pünktlich vor der technischen Abnahme an Land, aber das Schiff mit seinen Begleitfahrzeugen, den Ersatzteilen und all dem Kram, der benötigt wird, war nicht im Hafen angekommen. So brach Hektik bei Gordon aus, fast alles musste improvisiert werden und das so wichtige erste “Einrollen”, auch “shootout” genannt, musste entfallen. Die technische Abnahme, zu der auch die Überprüfung ordnungsgemäßer Helme, Fahreranzüge, Handschuhe und flammsicherer Unterwäsche gehört, wurde gerade noch geschafft. So werden seine Hilfsfahrzeuge dem Tross nach dem Start nacheilen, die Biwaks unter argem Stress aufgebaut werden müssen. Keine guten Voraussetzungen für eine der Legenden der Dakar.

Da hatte die Konkurrenz wesentlich bessere Karten: Toyota Südafrika mit den drei Werks-Hilux-V8 konnte sich in den Sanddünen im Hinterland von Lima ebenso “einschießen” wie das umfangreiche X-raid-Team mit den Mini und Mini Buggys. Auch Sébastien Loeb, der auf einem letztjährigen Peugeot 3008 DKR Maxi eines Privatteams dabei ist, nutzte die Gelegenheit für ein rollout im Tiefsand, der ja bekanntermaßen nicht unbedingt zu den Stärken des neunfachen Rallye-Ex-Weltmeisters zählt. Die Wetterprognosen für den Start und die ersten Sonderprüfungen stehen gut. Es kann losgehen. Wir bleiben dran, an dieser Stelle. Fast zwei Wochen lang!

Bilder: Veranstalter, Teams

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