Leser fragen – Experten antworten: Was sollte ich im Winter immer dabei haben?

Wer im Winter mit seinem Auto nicht nur technisch auf der sicheren Seite sein will, sollte ein paar grundlegend wichtige Dinge im Fahrzeug haben, meint der Experte.

Frage: Mein Auto ist zwar im Winter bestens gerüstet, manchmal fühle ich mich selbst aber nicht so richtig vorbereitet. Gibt es ein paar Basics, die ich mir auf jeden Fall ins Fahrzeug legen sollte?

Antwort von Hans-Georg Marmit, Kfz-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS: Getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Ausrüstung“ sollten Autofahrer – insbesondere, wenn sie draußen parken müssen, in der kalten Jahreszeit einige Dinge stets an Bord haben.

Dazu gehört neben dem Eiskratzer – am besten einer mit integriertem Handschuh – auch ein Handfeger: Dicke Schneemassen auf Dach und Motorhaube lassen sich mit letzterem am Einfachsten entfernen. Drauflassen darf man sie nämlich nicht, da sie während der Fahrt herunterwehen und die Sicht des Hintermanns gefährlich behindern können. Ein Handtuch ist für diesen Zweck nicht zu empfehlen, da dieses die Feuchtigkeit des Schnees dann mit in den Innenraum bringt und die Scheiben beschlagen können.

Nach einer eiskalten Nacht verweigert so manche Batterie morgens ihre Arbeit. Einen hilfsbereiten Autofahrer, der mit seinem Auto Starthilfe gibt findet man im Zweifel leichter als einen, der auch noch das passende Kabel mitbringt. Deshalb lieber selbst ein eigenes Starthilfekabel im Auto deponieren.

Vorsorglich dabei haben sollte man im Winter auch eine warme Decke. Wer die Nacht auf der zugeschneiten Autobahn verbringen muss, hat es wenigstens einigermaßen warm. Aus dem gleichen Grund ist es sinnvoll, einen gefüllten Reservekanister dabei zu haben. Bleibt man mit dem Auto bei Frost liegen und hat dann nicht genug Sprit im Tank, um mit der Motorwärme den Innenraum zu heizen, ist das im besten Fall nur unangenehm, im schlimmsten Fall gefährlich. Auch eine Taschenlampe für den Fall einer Panne ins Handschuhfach zu legen, empfiehlt sich. Genauso wie ein paar Müsliriegel, die im Falle einer Vollsperrung den Hunger etwas dämpfen können.

Nur unter bestimmten Umständen braucht man Schneeketten oder eine Schaufel: Wer in ländlicher Bereichen sowie in Regionen unterwegs ist, in denen üblicherweise viel Schnee fällt, legt sich vorsichtshalber einen Satz Schneeketten und einen Klappspaten in den Kofferraum. Mit letzterem lassen sich die Räder eines vollständig eingeschneiten Autos schneller und angenehmer befreien als mit den bloßen Händen.

Für Laternenparker, deren Auto noch ein Türschloss hat, empfehle ich zudem einen Türschloss-Enteiser. Den sollte man allerdings tunlichst nicht im Auto aufbewahren…