Dakar 2019: Robby Gordon greift wieder an

2005 war es, als der US-amerikanische Offroad-Pilot Bob Gordon in Diensten von VW auf einem Touareg die noch in Afrika beheimatete Dakar-Rallye gewann. Es folgten Jahre des Experimentierens, Dauer- Abonnements in amerikanischen Truck- Races mit vielen Siegen. Dann wechselte die Dakar nach Südamerika (Argentinien, Chile, Peru. Bolivien, Paraguay). "Robby" Gordon tauchte mit diversen Kreationen des mächtigen "Hummer" auf, experimentierte weiter, legte das Reglement bisweilen etwas großzügig für sich aus, was prompt die Ahndung durch den Veranstalter ASO nach sich zog.

Gordons Fahrstil unterschied sich aufgrund seines Materials deutlich von dem der anderen: sein V8-Triebwerk hatte Power ohne Ende, entsprechend brutal war das Fahrwerk ausgelegt. Wo andere Teilnehmer mit gewisser Vorsicht Rinnen und Löcher passierten, trieb Gordon seinenEvo-Hummer mit den überlangen Federwegen mit 18o “Sachen” durch. Sein “Speed Energy Toyo”-Arbeitsgerät führte er dann 2009 zu einem honorablen 3. Platz im Gesamtklassement. Es folgten immer verbissenere Auftritte, weiterer Ärger mit dem Veranstalter, Überschläge, Technik- Streiks, Kündigung seines Copiloten inmitten einer Wertungsprüfung…wenn Robby auftrat, gab es immer Spektakel und “Kammerspiele” der besonderen Art. 2015 tauchte er bislang zum letzten Mal auf, brachte gar eine junge talentierte zweite Fahrerin mit: Sheldon Creed, die zwar auch schnell war, mit dem Hummer-Wüstenschiff aber auch irgendwann überfordert, sie zerlegte ihr Arbeitsgerät fachmännisch zwischen den Dünen. Robby, ihr Teamgefährte lief nach endlosen Problemen auf Rang 25. ein…für einen Mann wie Gordon wahrlich keine weitere Motivation mehr. Er stieg aus der Dakar aus, hatte mehr Tagesetappen gewonnen als jeder andere amerikanische Teilnehmer.

Nun plant er für 2019 nach eigenen Worten einen “Rachefeldzug” gegen alles, was “Mini” und “Toyota” heißt (Peugeot ist ja offiziell nicht mehr dabei). Er will gewinnen mit seinem (von seinen Kumpels Blade Hildeland und Cole Potti aus der amerikanischen Serie “American Stadium Super Trucks” gesponserten) mächtigen “Textron Off- Road-XX” in der “Open-Kategorie”, der weiterhin einen V8-Motor trägt.

Ob und wie Robbys Feldzug realiter aussehen wird, zeigt sich dann in gut 3 Wochen, wenn die 41. Dakar vom 06.-17. Januar 2019 durch Peru führt. Sein altes Feindbild Stéphane Peterhansel “soll sich schon mal warm anziehen”. Auch das eine typische Gordon-Ansage.

Bilder: Teams, ASO

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