Dakar 2019: Toyota Gazoo mit neuen Beifahrern für Dakar

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Ungeachtet der Tatsache, dass Veranstalter ASO noch immer keine glasklaren Aussagen zur nächsten Dakar gemacht hat, bereiten sich die führenden Teams bereits voll darauf vor. Peru dürfte nach letzten Inforationen den Hauptanteil der Streckenführung bieten, der Start könnte jedoch, wie an dieser Stelle bereits berichtet, in Ecuador liegen. Es wird wohl dann zu einem erneuten Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Konzepten werden.

Hier Toyota mit seinem V8- Benziner- Pickup Hilux mit Allradsystem, dort das X- raid-Team mit den nur Zweirad-angetriebenen MINI-Buggys mit V6- Dieseltriebwerken. Mit Sicherheit flankiert von einem ganzen Schwarm an JCW- Mini der neuesten Ausbaustufe und den Mini-All Four Racing Fahrzeugen, von denen etliche auch in privater Hand sein werden. Hilux und Mini Buggy werden in der jeweils aktuellen Evolutionsstufe antreten. Toyota Gazoo tritt an mit Giniel de Villiers, der mit dem Franzosen Alex Winocq einen neuen Copiloten aufweist, ebenso wie Bernhard ten Brinke, der neuerdings mit dem sehr erfahrenen Xavier Panseri startet. Nur Nasser Al Attyah fährt weiter mit seinem langjährigen Erfolgspartner aus Frankreich, Mathieu Baumel, an der Seite. In einem Gespräch mit dem Gazoo-Teamchef Glyn Hall schilderte dieser KÜS- Online: Wir müssen unsere neuen Teamkombinationen jetzt bei der Marokko- Rallye testen, damit sie gut zusammenwachsen. Die Marokko startet und endet in Fes, geht über gut 2000 Kilometer nach Süden rund um die Wüstenstadt Erfoud, die mehrfach angefahren wird. Wir testen neue Komponenten, vor allem im Fahrwerksbereich, um die Setups der technisch identischen Fahrzeuge individuell abzustimmen. Schließlich wird die Marokko Rallye für uns der letzte große Test vor der Dakar werden, da hier in Nordafrika auch unser Hauptgegner, das X-raid- Team gleich in allerbester Besetzung antritt: Carlos Sainz und Cyril Désprés auf dem MINI Buggy, der nur einachsig angetrieben wird. Es wird die einzige und somit auch letzte Chance für uns sein, den Vergleich sinnvoll zu interpretieren.

Die Marokko- Rallye weist über große Strecken Parallelen zu den Strecken in Südamerika auf: Schnelle Schotterpassagen, Sand mit Fes-Fes (pulverartiger Feinsand) und richtig hohe Sanddünen. Die Veranstaltung ist die vorletzte im Verlauf des Cross Country-Worldcups.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Bilder: Teams