Audi: Q3 in zweiter Generation

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Seit seiner Markteinführung 2011 konnte Audi mehr rund 1,1 Millionen Exemplare des des Q3 weltweit verkaufen. Die zweite Generation des kompakten Allrounders kommt im November auf den Markt und hat dann deutlich an Größe und Variabilität zugelegt.

Äußerlich präsentiert sich die Front des neuen Ingolstädters mit markantem Kühlergrill und großen Lufteinlässen. Die schmalen Scheinwerfer mit LED-Technologie verlaufen nach innen keilförmig, die muskulären Radkästen und die abfallende Dachlinie verleihen dem SUV einen dynamisch, sportliches Erscheinungsbild. Mit einem Radstand von 2.680 Millimeter (+77 mm)und einer Außenlänge von 4.485 Millimeter (+97 mm) ist er bedeutend größer als der Vorgänger und bietet innen bessere Platzverhältnisse – auch im Fond. In der Breite (1.849 mm) überbietet der 1.585 Millimeter (-5 mm) hohe Fünftürer seinen Vorgänger um 18 Millimeter. Hinter der optional elektrischen Heckklappe können zwischen 530 und 1.525 Liter Gepäck verstaut werden. Sehr schön ist, dass sich die Rückbank serienmäßig um 150 Millimeter verschieben lässt und die Lehnen neigungsverstellbar.

Einmal Platz genommen, hat man vorn wie hinten ein großzügiges Raumgefühl. Die Sitze – so unser erster Eindruck – sind angenehm straff gepolstert und bieten ordentlich Seitenhalt sowie eine gute Körperabstützung. Zentrales Element im Cockpit ist das MMI Touch-Display. Analoge Instrumente, das war einmal. Serienmäßig ist ein digitales Kombiinstrument mit 10,25 Zoll Diagonale an Bord, das per Multifunktionslenkrad bedient werden kann. Bei der Top-Version MMI Navigation plus erscheinen die Anzeigen im virtualen Cockpit, das viele zusätzliche Funktionen bietet. Die Instrumente sind im direkten Fahrerblick und gut ablesbar. An Konnektivität bietet der Wagen natürlich auch alles, was heute dazugehört und das Handy kann selbstverständlich kabellos geladen werden. Die verwendeten Materialien vermitteln einen hochwertigen Eindruck.

Zur Markteinführung sorgen vier Vierzylinder-Turbomotoren mit 1,5- beziehungsweise 2,0-Liter Hubraum für den Vortrieb. Es stehen zunächst drei Benziner in den Leistungsstufen 150, 190 und 230 PS sowie ein Diesel mit 150 PS parat. Etwas später reicht Audi noch einen 190 PS starken Diesel nach. Die Kraft wird mittels einer gut zu schaltenden Sechsgang-Schaltung oder der präzise und schnell schaltenden Siebengang S-Tronic auf die Räder gebracht. Ab 190 PS sind alle Q3 Versionen mit dem quattro genannten Allradantrieb ausgestattet.

Wir sind mit dem 150 PS starken Q3 mit Vorderradantrieb und S-Tronic in Südtirol auf Probefahrt gegangen. Bereits mit dem kleinsten 1,5-Liter-Benziner fühlt man sich ausreichend motorisiert. Der agile Vierzylinder erreicht sein maximales Drehmoment von 250 Nm erreicht er zwischen 1500 und 3500 Umdrehungen und entwickelt eine ordentliche Zugkraft. Die Fahrleistungen – 207 km/h Spitze, 0 bis 100 km/h in 9,2 Sekunden – dürften SUV-Fahrer zufrieden stellen. Normverbrauchwerte hat Audi noch nicht bekanntgegeben – beim Blick auf den Bordcomputer lag unser Verbrauch bei 5,3 Liter. Bezüglich Fahrdynamik, Komort und Handling ist der neue Q3 ein ausgesprochen angenehmes Fahrzeug, bei dem offenbar alles stimmt. Ob auf der Autobahn, auf kurvigen und engen Bergstraßen oder welliger Straßenoberflächen: Nichts klappert oder knistert, was da im ungarischen Werk Györ zusammengefügt wurde.

Wer es gerne dynamischer möchte, sollte sich den Zweiliter-Turbobenziner mit 230 PS mit quattro-Antrieb näher ansehen. Der Motor gefällt durch kontinuierliche Leistungsentwicklung und kraftvollem Antritt, die auf hohe Zugkraft abgestimmte Charakteristik stellt zwischen 1500 und 4400 Umdrehungen das maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter bereit. Damit kann der Q3 45 TFSI quattro S-Tronic in 6,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 spurten und bei 233 Stundenkilometern ist dann abgeregelt Schluss. Unser Durchnittsverbrauch lag bei 8,6 Litern.

Die Preise für den neuen Q3 beginnen bei 33.500 Euro.

Text: Ute KernbachFotos: Audi