Mini: Zwei Siege auf zwei Kontinenten

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Die Turkmen-Rally (siehe www.kues.de vom 12. September 2018) hat JCW-Mini-Fahrer Nani Roma recht locker für sich entschieden. Nach gut 1.600 Kilometern quer durch Turkmenistan von Ost nach West zeigte sich Roma sehr erfreut. Für das X-raid-Team fuhr noch ein weiterer Teilnehmer, der aber bislang, ebenso wie das Gros der restlichen, international noch nicht auffällig geworden war: Annamammedow, der sich ebenfalls als Dritter aufs Siegerpodest begeben durfte.

Einziger aus der Leistungsgruppe der B-Fahrer war Miroslav Zapletal, der offensichtlich wieder seinen etwas betagteren Hummer H3 CC-EVO an den Start brachte und mit mehr als 1 Stunde Verspätung auf Roma das Silbertreppchen bestieg. Überwiegend also Privatfahrer und Local Heroes, die einfach als Klassenfüller zugange waren. International reüssierte die Veranstaltung eher nicht, obwohl Jean Louis Schlesser sie bestens vorbereitet hatte. Man hatte eher den Verdacht, dass, zumindest für X-raid, die Parole galt, den beiden Mini aus dem Stall ein erfolgreiches Schaulaufen zu spendieren, um unter den vermögenden Einheimischen weitere Bezahlfahrer für die Produkte des Hauses zu gewinnen. Das System ist aus der Formel 1 bekannt.

Über den rein sportlichen Wert muss man nicht diskutieren, da alleine die Durchquerung der Karakum-Wüste recht anspruchsvoll war. Sollte die Turkmen-Rallye Bestand in der Zukunft haben, wäre sie sicher für manch andere Veranstaltung im Cross-Country-Weltcup eine dankbare Alternative.

Einen zweiten Sieg für den zuverlässigen John Cooper Works Mini am anderen Ende der Welt, Peru, bescherte Orlando Terranova dem X-raid-Team. Bei der Desafio Inca waren ähnliche Verhältnisse anzutreffen: Nur Orly Terranova war aus der Gruppe der A-Fahrer angetreten und übergab seinem Chef Sven Quandt einen glasklaren Sieg. Das ganze Szenario bestand dann nur aus privaten Fahrern, die ihre Autos mehr oder weniger sachkundig und liebevoll für die Hatz durch Steinwüsten und Sand vorbereitet hatten. Schon der Dritte auf dem Podium, Antonio Hasbun auf einem Jimco, wies einen Rückstand von 46 (!) Stunden auf, die fünftplatzierte Fernanda Kanno gar 105 Stunden, die sie sich allerdings durch Strafzeiten eingefangen hatte. Das alles zeigte dann doch, dass die ganze Sache international eher keinen besonderen Wert aufwies.

Terranova aber bewies Loyalität zum eigenen Chef und meinte, die Desafio Inca sei ein wertvolles Training für die nächste Dakar gewesen. Obwohl deren Ausrichtung noch immer in den Sternen steht…

Text: Frank Nüssel
Fotos: X-raid, Veranstalter

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