Jaguar E-Pace: Extrem-Tests bei -40 Grad in Schweden

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Als Reichweiten-Killer für batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge gelten generell: Kälte, längere hohe Fahrgeschwindigkeiten, heizbare Heckscheiben, Klimaanlage und andere elektrische Saugwürmer wie elektromotorische Sitzverstellungen und Sitzheizungen. Dass ausgerechnet unsere Journalistenkollegen aus Südafrika uns zu dem Thema wichtige Entwicklungserkenntnisse zuspielen, darf als besonderes Schmankerl gelobt werden.

Jaguars neue Stromer, der E-Pace, wurde gerade am Polarkreis in Schweden einem besonderen arktischen Test unterzogen. In Arjeplog befindet sich das polare Test- und Entwicklungszentrum von Jaguar Land Rover. In den kälteresistenten Hallen werden die Probanden gewartet, repariert und Ergebnisse aus den Computern ausgelesen und verarbeitet. Neuerdings sind auch Schnellladestationen an den Außenmauern installiert, die für die batterieelektrischen Modelle des indisch-britischen Herstellers allzeit Saft spenden. Mit dem Vorzug, dass bereits während des Stromtankvorgangs auch der Passagierraum mit aufgewärmt wird. Der neue E-Pace darf den Zusatzbegriff Crossover mit Recht für sich in Anspruch nehmen, bedient er doch die Grundprinzipien eines Vollstromers mit sportlichen Fahrleistungen, Allradantrieb plus den raummäßigen Vorzügen eines Groß-SUV.

Als Testfahrer auf den vereisten und verschneiten Seen um Arjeplog nahe dem Polarkreis haben die E-Pace-Entwickler Tony Westerlund, einen versierten Eisexperten aus der Jaguar-Händlerschaft in Schweden engagiert. Ian Hoban, verantwortlich für die Jaguar-Produktlinie, zu der Entscheidung: Der neue E-Pace soll nicht nur schnell geladen werden können, sondern gerade im Alltag bei Kälte seine Haupttauglichkeit unter vielfältigen Bedingungen beweisen. Innerhalb von nur 45 Minuten wird die Batterie des Voll-Stromers auf 80 Prozent der Kapazität geladen. Verwendet wird dabei eine DC-100 kW-Ladestation mit entsprechendem Adapter. Die Premiere auf europäischem Boden wird zum Genfer Automobilsalon am 6. März erfolgen.

Text: Frank Nüssel
\x09Bilder: MotorPress.za