Liebe Leserin!
Lieber Leser!

In wenigen Tagen, genauer gesagt Anfang März, wird in Genf wieder zum ersten großen Autosalon auf europäischem Boden in diesem Jahr gebeten. Die beiden großen Hallen am Lac Leman sind schon seit Jahrzehnten ein Trendsetter für das, was in den kommenden Jahren in Design und Technik zu erwarten ist. Wie immer, in den Wochen vor dem ersten Pressetag in Genf melden sich die Hersteller aus dem In- und Ausland und teilen der Journaille mit, mit welchen Premieren oder auch Studien sie am Genfer See aufschlagen werden.

War das Gros der Neuheiten in den vergangenen Jahren sehr auf neue E-Mobile fokussiert gewesen, so dürfen wir uns allem Anschein nach in diesem Jahr auch wieder auf ein paar spannende Ergebnisse aus den Produktionsstätten mit Verbrenner-Motoren freuen. Auch weil es gerade dem Dieselantrieb – siehe das geplante Fahrverbot in Stuttgart – offenbar jetzt immer mehr an den Kragen gehen soll.

Vorher aber gibt es noch ein richtiges rundes Jubiläum zu feiern. Das Jahr 2017 ist nämlich für Mitsubishi ein Anlass, um ordentlich die Sektkorken knallen zu lassen. Vor genau 100 Jahren nämlich, in 1917 stellte die Marke mit den markanten drei Diamanten mit dem „Model A“ den ersten Pkw Japans vor. Die siebensitzige Limousine erschien mit einem 2,8-Liter-Vierzylindermotor, der insgesamt 34 PS leistete. Damit erreichte das Premierenfahrzeug aus Nippon eine Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h. Die damals äußerst repräsentative Karosserie bestand aus lackiertem Zypressenholz, und die geschlossene Form schützte die Passagiere vor Regen sowie dem Schmutz der seinerzeit schlecht ausgebauten japanischen Straßen.

Ganz so komfortabel sind Automobile aus Japan nicht mehr, auch weil sie sich nicht mehr so sehr den dortigen Straßen- und Witterungsverhältnissen anpassen müssen. Denn längst sind die größten Autobauer der Welt in Japan beheimatet. Es dominieren japanische Marken wie Mazda, Toyota, Nissan, Honda oder Andere das Geschehen auf den Straßen unseres Planeten – und auch abseits dieser befestigten Fahrbahnen. Japan ist zur Exportnation Nr. 1 in Sachen Automobil geworden. Und die meisten von uns haben sicherlich im Laufe ihres Lebens schon einmal ein Automobil aus japanischer Herkunft besessen oder zumindest gefahren.

Die eben angeführten Hersteller werden auch ab dem nächsten Wochenende in Genf natürlich mit von der Partie sein und wieder ihren Forscher- und Innovationsgeist unter Beweis stellen. So wie seit 100 Jahren.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Ihr Jürgen C. Braun