Erste Erfahrungen: Honda Civic

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Erste Erfahrungen: Honda CivicDynamische Performance, Effizienz, Geräumigkeit und Sicherheit standen im Lastenheft der Honda-Ingenieure bei der Neuauflage des Civic ganz oben. Sportlicher, sicherer und mit mehr Platz sowie neuen Motoren steht der kompakte Fünftürer ab Mitte März bei den deutschen Händlern zu Preisen ab 19.990 Euro zum Verkauf parat.

Die zehnte Generation des Civic bietet im Vergleich zum Vorgänger einige interessante Features für Fuhrparkmanager. So ist der neue Fünftürer serienmäßig unter anderem immer mit einem Kollisionswarnsystem, Bremsassistenten, aktiven Spurhalteassistent, adaptivem Tempomat mit -Begrenzer, Verkehrszeichenerkennung und Toter-Winkel-Assistent ausgestattet. Die jüngste Civic-Version präsentiert sich mit einem gewaltigen Schuss Sportlichkeit, frischem Design und dynamischen Auftritt, der in dieser Klasse einem Auto gut steht, wenn es Erfolg haben will.

Mit dem Vorgänger hat der Kompakte, der auf einer komplett neu entwickelten Plattform basiert, keine Gemeinsamkeiten mehr. Bedingt durch die neue Plattform ist der Japaner nicht nur 16 Kilogramm leichter, sondern auch deutlich verwindungssteifer. In der Länge ist – im Vergleich zum Vorgänger – um 160 Millimeter gewachsen. Der jetzt 4.518 mm lange, 1.799 mm breite (+ 30 mm) und 1.434 mm hohe (- 40 mm) Japaner wartet mit einem Radstand von jetzt 2.697 mm (+ 95 mm) auf und bietet reichlich Platz für Insassen – auch im Fond – und Gepäck. Da sich der Kraftstofftank nun, wie bei den meisten Fahrzeugen, wieder unter der Rücksitzbank befindet, ist auf der einen Seite die Sitzposition tiefer als beim Vorgänger. Auf der anderen Seite gehören die sogenannten Magic Seats, deren Sitzfläche sich wie im Kino auch nach oben geklappt werden konnte, der Vergangenheit an. Hinter der großen Heckklappe passen je nach Sitzkonfiguration zwischen 478 und 1.267 Liter.

Einmal Platz genommen fällt das wieder konventionell gestaltete Cockpit sofort ins Auge. Bye, bye Raumschiff! Das dreigeteilte Kombiinstrument mit TFT-LCD-Anzeigen ist übersichtlich und oben auf der Mittelkonsole befindet sich ein Sieben-Zoll-Touchscreendisplay des Infotainmentsystems, über das man Apple Carplay und Android Auto Smartphones einbinden kann. Zum Marktstart stehen zunächst zwei neue Turbobenziner mit Drei- und Vierzylinder, die 129 PS beziehungsweise 182 PS leisten zur Wahl. Saugmotoren sind nicht mehr im Angebot. Ende des Jahres wird die Motorenpalette um einen 1,6-Liter-Diesel erweitert. Außerdem kommt in diesem Jahr noch der Civic Type R mit einem Zweiliter-Turbomotor auf den Markt. Die Kraft wird serienmäßig mittels einer leicht zu schaltenden Sechs-Gang-Schaltung auf die Räder gebracht. Für Schaltfaule gibt es optional (Aufpreis: 1.300 Euro) ein neues CVT-Getriebe. Der 129 PS starke Dreizylinder erreicht sein maximales Drehmoment von 200 Nm bei 2250 min-1 und konsumiert im Schnitt laut Hersteller 4,8 Liter. Von Null auf Tempo 100 benötigt der Kompaktwagen 10,4 Sekunden und erreicht Spitze 203 km/h. Der Vierzylinderturbo-Benziner mit 182 PS – der zu Preisen ab 27.960 Euro erhältlich ist – hat einen Drehmoment-Bestwert von 240 Nm bei 1.900 bis 5.000 Umdrehungen. Damit dauert der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 8,2 Sekunden und bei 220 km/h ist Schluss, dabei konsumiert der Fünfsitzer im Schnitt 5,8 Liter. In der Praxis beim Blick auf den Bordcomputer lag unser Verbrauch bei 7,9 Liter für den Dreizylinder mit CVT-Getriebe und der Vierzylinder mit Hand-Schaltung schluckte 7,7 Liter. Gut gefallen hat der kleine Dreizylinder in Verbindung mit dem neuen CVT-Getriebe. Die Zeiten des Gummibandeffektes sind hier vorbei und auch beim Beschleunigen jaulte der Motor nicht unnötig hoch. Erwähnenswert ist noch die direkte Lenkung und das gut abgestimmte Fahrwerk. Optional werden erstmals auch für den Civic adaptive Dämpfer angeboten.

Text: Ute Kernbach
Fotos: Honda, Kernbach