Wintersport extrem: Mit dem Motorrad auf der Skipiste

Beitragsbild
Foto 1 Foto 2 Foto 3 Foto 4

Kitzbühel – Hahnenkamm. Die Streif ist die legendäre Abfahrtsstrecke, wo sich beim Hahnenkammrennen im Jänner nur die mutigsten Skifahrer runtertrauen. Die Steigungen beträgt an der Maximalstelle – nämlich der Mausefalle – 85 %, d.h. auf 100 m Strecke geht es 85 m runter. Da gibt es nur Augen zu und durch.

Da die diesjährige Ausgabe des Hahnenkammrennens anstand, ließ sich einer der Sponsoren des Events – seines Zeichens ein östereichischer Energy-Drink-Hersteller – einen besonderen Marketing-Coup einfallen. Der ebenfalls von ihnen gesponserte MotoGP-Pilot Marc Marquez sollte mit seinem neuen Arbeitsgerät, der Honda RC213V, den Hahnenkamm erklimmen.

Eigentlich keine ganz neue Idee des Sponsors, denn letztes Jahr wurde Max Verstappen in seinem Formel 1 Wagen ebenfalls den Berg hochgeschickt. Jedoch sind die Herausforderungen auf einem Zweirad etwas extremer, insbesondere, wenn es sich nicht um eine Enduro mit langen Federwegen handelt, sondern um eine MotoGP Maschine, die sonst eher selten auf abwegigem Gelände anzutreffen ist.

Damit Marquez überhaupt eine Chance auf Grip hattte, wurden ihm insgesamt 483 Spikes in den Reifen gedreht. Damit waren mit der 280 PS-starken Honda sogar Wheelies drin. Dennoch war der Ritt für den 23-jährigen Spanier ein heißer und alles andere als entspannt: Es war wirklich schwierig, das Bike unter Kontrolle zu halten, aber ich bin jung und habe Spaß dabei, verrückte Dinge auszuprobieren!.

Neben der Werbung für das Hahnekammrennen soll die Aktion von Marc Marquez auf den MotoGP-Lauf vom 11. bis13. August auf dem Red Bull Ring Appetit machen. Dort dürfen die Grand Prix-Piloten dann zwar ebenso spektakulär, aber standesgemäß auf Asphalt zeigen, was sie können.

Text: Max Schneider
Bilder: Markus Berger/Red Bull