Buchtipp – Simon: Lennart Malmkvist …

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Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos, befand der legendäre Loriot. Und Hans Gustl Kernmayr, heute weitgehend vergessener, zu Lebzeiten aus guten Gründen kontrovers diskutierter Autor, aber auch Autor untadeliger Kinderbücher, beschrieb in Ich und mein Mops 1969 die Freundschaft eines bayerischen Jungen mit seinem Mops Stupsi. Was Mensch und Hund besprachen, konnten freilich nur die beiden verstehen.

Ein Mops ist es auch, der Lennart Malmkvists ganz normales Leben im ganz normalen Göteborg gehörig auf den Kopf stellt. Bölthorn. Und dabei mögen Mensch und Hund sich erst gar nicht. Bis Lennart die besonderen Qualitäten Bölthorns entdeckt. Ach, ist das so?, fragt der nur auf Lennarts Feststellung hin, dass Hunde nicht sprechen können.

Lars Simon, bekannt als Autor der skurrilen Geschichten aus Gödseltorp, hat hier ein ganz anderes Genre bedient und einen Fantasy-Roman geschrieben. Seinem Stil mit typisch trockenem Humor ist er treu geblieben. Wer Fantasy mag, wird auch Lennart und die Verwicklungen in seinem Leben mögen. Wer mit dem Genre bisher noch nicht viel anfangen konnte, mag seine Meinung mit diesem Buch vielleicht ändern.

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv); 9,95 Euro.

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