Erste Erfahrungen: Nissan Juke Nismo RS

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Wer gemeint hatte, es ginge nicht noch eine Spur schärfer und rasanter bei den Kompakt-Modellen aus dem Hause Nissan, der hat sich getäuscht. Speerspitze als vom Motorsport inspirierte „Krawallschachtel“ ist der neue Juke Nismo RS. Der ultimative Giftzwerg vereint bereits die Gene des Motorsports und eines alltagstauglichen Kompakt-SUV auf beeindruckende Art und Weise in sich. Vor allem aber: Das etwas aus der normalen Art der automobilen Wahrnehmung geschlagene Automobil fällt in dieser Version besonders auf und macht zudem noch mächtig Spaß.

Als wenn der Juke aus dem Hause Nissan nicht schon aufgrund seiner ungewöhnlichen, mit der Frontpartie leicht aufsteigenden Form, genügend auffallen würde, haben die Japaner nun noch einmal nachgelegt und eine Schippe Fahrvergnügen sowie (noch) extravagantere Konturen gleich mit geliefert. 218 PS schickt der 1,6 Liter große Turbo-Benziner auf die Antriebsräder mit ihren chicen, 18 Zoll großen, Leichtmetallrädern. Das sind noch einmal 18 PS mehr als beim Vorgänger Juke Nismo, den die nachgeschärfte RS-Variante jetzt ersetzt. Seit 30 Jahren ist „Nismo“ in Japan als Begriff und Teil der Marke Nissan eingeführt, seit dem Jahr 2013 auch auf unseren Straßen.

Doch die gesteigerte Motor-Leistung alleine ist es nicht, die den Auftritt des neuen, ultraschnellen Mini-SUV aus dem Hause Nissan ausmacht. Es ist vielmehr das gesamte Paket, bestehend aus Optik, Fahrwerk, Ansprechverhalten, Motor und modifiziertem Getriebe. Etliche aerodynamische Eingriffe haben den Auftrieb an der Front und dem Heck des Juke in dieser Variante etwas abgemildert. Breitere Flügel und Seitenschweller, tiefere Stoßfänger, tun das ihre noch dazu. Zudem sorgt ein markanter Dachspoiler für die bessere Anpassung des Luftstroms.

Wie schon der Vorgänger ist der Juke Nismo RS an seinen roten Außenspiegelklappen, einem auffallenden roten Streifen, der sich im unteren Bereich fast um die gesamte Karosserie zieht, sowie an den LED-Tagfahrleuchten im unteren Kühlergrill zu erkennen. Auch im Interieur dominieren sportliche Eindrücke. Der in Schwarz ausgestaltete Innenraum weist unter anderem mit Veloursleder bezogene Sportsitze mit roten Nähten auf. Gegen einen Aufpreis von 1.500 Euro kann man dem städtischen Pistenschreck auch noch ein paar passende Recaro-Sitze implantieren. Der Gesamteindruck wird abgerundet mit einem Sportlenkrad, Alu-Pedalerie und einem speziellem Schaltknauf. Auf Wunsch sind neben den Recaro-Schalensitzen auch Xenon-Scheinwerfer oder Rundum-Kameras erhältlich.

Die Marketing-Experten des japanischen Crossover-Spezialisten sehen den muskulösen Kompakt-SUV in der Konkurrenz zu Modellen wie dem VW Polo GTI, dem Citroën DS3 Racing oder auch der John-Cooper-Works-Auflage aus dem Hause Mini. Ein Volumenmodell dürfte er mitnichten werden, dann schon eher ein Imageträger. Etwa drei Prozent aller Juke-Modelle dürften das Label „Nismo RS“ tragen, glaubt der Hersteller. Zu Preisen von 28.200 Euro für die frontgetriebene Version und ab 31.000 Euro für die Allradler-Variante ist der Nissan Juke Nismo RS ab sofort zu haben.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun