Deutsche Post: Zwei Rekorde in Himmelpfort

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Der Weihnachtsmann und seine 20 Helfer im Postamt im brandenburgischen Himmelpfort waren schon immer fleißig, aber in diesem Jahr übertrafen sie sich selbst. Ganze 48 Tage lang beantwortete das Team die Wunschzettel von Kindern aus aller Welt. Als am 24. Dezember der „Alte“ in der größten deutschen Weihnachtspostfiliale die Pforten schloss und nachzählte, kam folgendes heraus:
Mit rund 294.000 Briefen und fast 26.000 Besuchern in dem kleinen Ort, rund 80 Kilometer von Berlin entfernt, stellte das Weihnachtspostamt in diesem Jahr gleich zwei Rekorde auf. Vor allem an den Wochenenden war Himmelpfort ein großer Showroom von Fahrzeugen. Denn fast alle Besucher reisten mit dem eigenen Pkw an.

Die meisten Briefe kamen aus Berlin und Brandenburg, gefolgt von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Der kleinste Wunschzettel hat die Größe einer Streichholzschachtel, der schönste ist ein etwa fußballgroßer dreidimensionaler Papierstern. Auch die Besucher überraschen den Weihnachtsmann. So brachte ein Junge aus Brandenburg seine Geige mit und spielte ihm ein Ständchen.

Mehr als 17.500 Sendungen erreichten den Weihnachtsmann aus insgesamt 78 Ländern, darunter waren erstmals auch Schriebe aus Macao, Birma, Nepal und Pakistan“, sagt Postsprecherin Sylvia Blesing.
Viele Kinder wünschten sich ferngesteuerte Feuerwehrautos und Bagger. Zudem standen Legosteine, Smartphones, Tablets und oft auch Bücher auf den Wunschzetteln ganz oben. Ungewöhnlich viele Mädchen wollten 2013 Ritterburgen oder Piratenschiffe. Kaum zu glauben, aber wahr: Jungen entschieden sich häufig für Puppen.

Die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort ist bundesweit die größte und nur dort können die Besucher an sechs Tagen die Woche ihren Wunschzettel dem Weihnachtsmann persönlich überreichen. An die Postfiliale in dem Ort mit dem weihnachtlich anmutenden Namen hatten 1984 erstmals zwei Kinder ihre Wunschzettel aus Sachsen und Berlin geschickt. Ab 1990 kamen täglich bis zu 2.000 Briefe an. 1995 engagierte die Post dann Weihnachtsmann und Engel (Helfer), um die jährlich ansteigende Briefflut zu bewältigen.
Die Post löste auch 2013 die logistische Aufgabe: Mehrere tausend Behälter erreichten den kleinen Ort, ebenso viele verließen ihn wieder. Für Dienstfahrten in der unmittelbaren Umgebung nutzte in diesem Jahr der Postweihnachtsmann ein E-Trike.

Im vergangenen Jahr erreichten 292.000 Briefe Himmelpfort, rund 20.000 Besucher schauten seinerzeit persönlich vorbei.

Text und Fotos: Erwin Halentz

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