CD-Tipp – Wildes Holz: Wilder die Flöten nie klingen.

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Wir haben sie schon einmal hier vorgestellt – jene unerschrockenen Musiker, die sich einem Instrument verschrieben haben, das sie auf ihrer eigenen Internetseite als Folterholz bezeichnen.

Bitte? Eine Negativempfehlung als Rezension? Nicht doch. Mit der Blockflöte als Folterholz beziehen sie sich auf jene Situationen, in denen brave Kinder verzweifelt versuchten, dem Instrument einige Töne des Wohlklangs zu entlocken, wahrscheinlich, um erwachsene Verwandte zu bezirzen. Sowas kann ja nicht gut gehen.

Sie selbst machen aus dem früheren Folterholz ein wildes Holz, und so nennen sie sich auch. Wenn Sie also eine Alternative zu Last Christmas suchen, ohne dass es schon wieder brav klassisch wird, dann werden Sie hier fündig: Mit Kontrabass, Gitarre, einer guten Portion Humor und purer Spielfreude holt die geschmähte Flöte plötzlich aus den Weihnachtsliedern heraus, was niemand darin vermutet hätte: Leidenschaft. Und nicht nur das. Rock'n'Roll und Rolling Stones treffen auf „O du fröhliche“, „Süßer die Glocken nie klingen“ endet im wüsten Punk. Wetten, dass das vielleicht befürchtete Och, nicht schon wieder Weihnachtslieder! einem Hey, cool! oder Richtig gut! weichen wird – je nach Alter der Zuhörer(innen)?

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