Hyundai-Wachstum: 22 neue Modelle bis 2017

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Der südkoreanische Autobauer Hyundai will sein europäisches Kerngeschäft weiter ausbauen und bis zum Jahr 2017 insgesamt 22 neue Autos auf den Markt bringen. Der asiatische Hersteller, der im Jahr 1991 mit dem ersten Modell namens „Pony“ auf den hiesigen Markt trat, ist mittlerweile weltweit die Nummer fünf unter den Autobauern. Hyundai hatte in den vergangenen fünf Jahren (2008 – 2013) seinen Marktanteil in Europa von etwa 1,8 Prozent auf jetzt 3,5 Prozent fast verdoppeln können.

Für das nächste Jahr peile man eine Stabilisierung dieser Marke von derzeit rund 3,5 Prozent an und gehe gleichzeitig von einer steigenden Nachfrage auf dem europäischen Automobilsektor aus. Dies sagte der Vize-Präsident des Europageschäftes der Koreaner, Allan Rushforth, am Dienstag auf einer europäischen Medien-Veranstaltung im Firmensitz in Offenbach/Main.Die Nachfrage nach den Modellen des Herstellers werde im nächsten Jahr um etwa drei Prozent wachsen, prognostizierte Rushforth. Man gehe aber nicht mehr davon aus, dass man im Vergleich zur deutschen und internationalen Konkurrenz überproportional in Europa erfolgreich sein werde. Dennoch wollen die Koreaner ihre offensive Modellpolitik weiter vorantreiben. So soll es bis 2017 insgesamt 22 neue Fahrzeuge quer durch die Angebotsplatte geben. Ins Auge fasse man bis dahin einen Marktanteil von fünf Prozent auf dem europäischen Kontinent.

Im Frühjahr 2014 soll mit dem „Genesis“ der erste Oberklasse-Hyundai auf dem europäischen Markt eingeführt werden. Vom „Genesis“ erwartet Hyundai zwar keine großen Stückzahlen, doch sei es dem Hersteller wichtig, in diesem hauptsächlich von Mercedes-Benz, BMW und Audi dominierten Segment Präsenz zu zeigen. „Wir wollen beweisen, dass wir uns auch in der oberen Mittelklasse und der Oberklasse nicht kampflos geschlagen geben und unsere Modellpalette weiter ausbauen“, kündigte Rushforth eine weitere offensive Modellpolitik seines Hauses in neuen Geschäftsbereichen an.

Hyundais Chefdesigner Peter Schreyer gab am Dienstag in Offenbach zudem einen Ausblick auf die künftige Formensprache und gestalterische Philosophie seines Hauses. Schreyer, der seit dem Jahr 2006 den Modellen von Hyundai und der Schwesternmarke Kia ein „europäischeres Gesicht“ gab, wurde im Januar dieses Jahres die Leitung der Design-Zentren von Hyundai und Kia übertragen. Er war zuvor Kreativchef von Volkswagen und Audi gewesen.Die Koreaner wollen außerdem ihr weltweites Sport-Sponsoring weiter forcieren. So tritt Hyundai unter anderem wieder als offizieller Partner der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf den Plan. Schon im Vorfeld der WM, aber auch während des Turniers selbst, will Hyundai mit gezielten Werbe-Strategien auf seine Rolle als WM-Sponsor aufmerksam machen. Hyundai-Markenbotschafter ist unter anderem der Teamchef der US-Fußball-Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, der zum Ende der Vorrunde im kommenden Jahr gegen die Mannschaft seines Nachfolgers Joachim Löw als Bundestrainer antreten muss.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Hyundai, Braun

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