Buchtipp – Rita Falk: Sauerkrautkoma

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Rita Falks Bücher haben immer einen herrlichen Gegensatz in sich: Der gemütliche Erzählton in eher kurzen Sätzen verführt dazu, sich das verbliebene Guthaben an Urlaubstagen anzuschauen bzw. die Planungen für die nächsten Wochen, den Kontostand zu prüfen und sich umgehend ein paar Urlaubstage in der bayrischen Provinz zu gönnen. Aber mit der Gemütlichkeit ist es spätestens vorbei, wenn sich der Eberhofer Franz als Ermittler vor einer Leiche, also mittemang in einer komplizierten Angelegenheit befindet. Da bleibt man doch lieber zu Hause und liest weiter.

Bloß hat sich's mit dem Zuhause diesmal für den armen Eberhofer. Ob seiner Verdienste bei der Verbrechensbekämpfung wird er in die bayerische Metropole des Verbrechens versetzt. Es gibt halt auch Auszeichnungen, die man eigentlich nicht will, und die gehört dazu. Die Care-Pakete der Oma sorgen immerhin für eine gute Portion Heimatgefühl. Das braucht er auch, denn sein aktueller Fall dreht sich um eine junge Serbin, die erkennbar erwürgt wurde. Die Spuren führen den Ermittler in eine Welt, die er noch gar nicht kennt: ihm völlig fremde Welt: nach Grünwald. Da hat früher immer mal Derrick ermittelt, und der war nun ein ganz anderer Typ als Eberhofer. Aber da muss der Franz nun durch. Schafft er auch.

Rita Falk: Sauerkrautkoma. Deutscher Taschenbuch Verlag; 14,99 Euro.

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