Weimann oder Leidinger? “Finale furioso” bei KÜS-Procar-Serie

Foto 1
Foto 2

Showdown zum großen Finale der Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes (DMSB). Bei der von der KÜS unterstützten ADAC Procar-Serie geht es am Wochenende vom 27. Bis 29. September auf dem traditionsreichen badischen Hockenheimring um die letzten noch ausstehenden Entscheidungen. Nachdem sich beim vorletzten Renn-Wochenende auf dem Slovakiaring der junge Österreicher David Griessner bereits in überlegener Manier den Sieg in der Division 2 (Fahrzeuge bis 1600 ccm) gesichert hatte, steht jetzt in der Division 1 das Duell zwischen Spitzenreiter Jens Weimann und seinem schärfsten und einzigen Verfolger Johannes Leidinger im Blickpunkt des Geschehens. Für Griessner war das Renn-Wochenende in seinem Peugeot nach einem spektakulären Unfall im ersten Rennen am Sonntagmorgen früh beendet. Dennoch wurde er beim zweiten Rennen quasi „auf der Couch“ aufgrund der übrigen Renn-Ergebnisse doch noch vorzeitiger Champion.

Spannender ist es dagegen vor dem Hockenheim-Wochenende in der hubraumstärkeren Division 1: Nur zwischen den beiden BMW-Piloten Weimann und Leidinger wird auf der GP-Strecke in der Nähe von Heidelberg die Frage nach dem Champion des Jahres 2013 beantwortet. Leidingers Pech: Das erste Rennen auf dem Slovakia-Ring wurde nach dem Rennabbruch wegen des Unfalls Griessners wegen einer zu geringen Renndistanz nicht gewertet. Dadurch dem Saarländer in der Endabrechnung wichtige Punkte im Titelkampf.

Trotz eines 14-Punkte-Vorsprunges seines Rivalen will sich der junge Informatik-Student (noch) nicht mit Rang zwei nach einer langen und aufreibenden Saison abfinden. „Für mich heißt es jetzt: Alles oder nichts. So lange ich rein rechnerisch eine Chance auf den Titel habe, werde ich nicht aufgeben“, sagt Leidinger, der allerdings aus eigener Kraft den Titel in dem rund 285 PS starken BMW 320i aber nicht mehr gewinnen kann. 14 von 16 Rennen an insgesamt acht Wochenenden sind absolviert. „Jetzt gilt es, noch einmal alle Konzentration auf die beiden letzten Wettbewerbe am Sonntag zu legen“, wissen beide Piloten.

Großes Publikum ist den jungen Motorsportler(inn)en zum Finale auf jeden Fall sicher, werden doch am Sonntag ebenfalls die Entscheidungen in der ADAC GT Masters fallen. Im Rahmen dieser „Liga der Traumsportwagen“ wird die von der KÜS unterstützte Procar-Serie ausgetragen, die talentierten jungen Rundstreckensportlern eine faire Chance und eine große Bühne bietet. Die Fernsehsender Kabel eins und Sport1 bieten Live-Ausschnitte und aufgearbeitete Nachbetrachtungen aus beiden Serien an.

David Griessner hat durch seinen überlegenen Erfolg in der Division 2 auch schon die „Rookie“-Wertung des talentierten Nachwuchses für sich entscheiden können. Die weitere Rangfolge bei den „PS-Fohlen“ ist allerdings noch offen. Auch die junge Amazone Julia Trampert will in ihrem 180 PS starken Fiesta 1.6V noch einmal auf das „Treppchen“ unter die ersten drei zurück, wo sie während der gesamten Saison lange Zeit gelegen hatte. „Auch wenn es auf dem Slovakia-Ring nicht ganz nach Wunsch lief: Für das Finale in Hockenheim werde ich mich noch einmal konzentriert vorbereiten, um dann meine beste Leistung abrufen zu können“, kündigte die von der ADAC Stiftung Sport geförderte 20jährige an.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: ADAC Procar

Scroll to Top