Baja Polen: Das große Favoritensterben

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Krysztof Holowczyc hatte die Baja Polen bereits 2005 einmal gewonnen. Auf einem Subaru Impreza Rally und wurde als Geheimtipp auch heuer gehandelt, schließlich war es sein Heimspiel in der Cross Country-Weltmeisterschaft. Und er hat einen von X-raid präparierten Mini All4 Racing als Arbeitsgerät. Eine nahezu ideale Konstellation. Doch ein heftiger Getriebewurm entzog ihm alle Chancen und so war er froh, schlussendlich unter dem Strich als 9. noch wenigstens zwei Punkte auf's Konto zu schaufeln. Etwas unglücklich war das Team schon, hatte Holowczyc doch 2012 nach reichlich Pech doch noch wenigstens einen 6. Platz belegt.

Der Überraschungssieger heuer hieß Aleksandr Zeludow mit Copilot Andrei Rudnicki, die beide im Toyota Hilux (V8) des Overdrive-Teams zu Werke gingen. Dabei ließen sie sich nie provozieren, fuhren pfeilschnell und präzise, was letzten Endes zum Sieg mit mehr als 7 Minuten Vorsprung führte. Auch der zweite Platz hinter den beiden Russen ging an ein Overdrive-Hilux-Team: Mark Dabrowski/Jacek Czachow ließen sich den Vizeplatz nicht nehmen, aber ihnen folgte mit Sekundenabstand M. Zapletal/M. Marton (Tschechische Republik) auf dem inzwischen allseits bekannten Hummer H3, der zwar etwas unförmig wirkt, aber von Zapletal souverän voran getrieben wird. Letztes Jahr durfte Routinier Zapletal sogar auf Platz 2 stehen. Der mehrfache Skisprung-Olympiasieger Adam Malysz, ebenfalls auf einem belgischen Overdrive-Hilux unterwegs, belegte Rang 4 und unterstrich seine Ambitionen, bei der nächsten Dakar mindestens unter den Top-Ten anzukommen.

So wurde die Polen-Baja zur klaren Demonstration der bärenstarken V8-Renner des Toyota-Overland-Teams. Der Rest der Baja ist dann schnell erzählt: das zweite Mini-Team von X-raid landete auf Platz 11, was für die Debüttanten im neuen Auto und überhaupt eine doch akzeptable Platzierung bedeutet. Im Gesamtklassement, dem nur noch eine einzige Veranstaltung fehlt, da die Pharaonen-Rallye abgesagt wurde und somit die Baja Porto Alegre in Portugal (November) die letzte Veranstaltung ist, hat sich nicht viel geändert: Schlesser führt mit nunmehr 136 Punkten vor Nani Roma (120), der nicht in Polen startete und somit Holowczyc (118), der noch immer auf Rang 3 liegt, auch keine Punkte wegnehmen konnte (weitsichtig von X-raid-Teamchef Quandt!). Aber die 2 mageren Punkte für den Polen brachten ihn auch nicht näher an den Fuchs aus Frankreich heran. Alles wird folglich in Portugal entschieden, was auf eine heiße Veranstaltung hinweist. Für X-raid auch die Chance, den Getriebewurm auszumerzen.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Bilder: Rallye-Teams

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