CD-Tipp – ZSK: Herz für die Sache

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Heute sagt man jugendsprachlich schon mal: Da geht der Punk ab. Die Anfänge dessen, was da im wörtlichen Sinne abgeht, reichen in die Mitte der siebziger Jahre zurück. Wohlsituierte Bürger ekelten sich vor den Outfits der Punks (Ratten als ständige Belgeiter waren nichts Ungewöhnliches), die mit schrill noch milde beschrieben sind. Irgendwann war das nicht nur vom Äußeren her, sondern auch in der Sache einigermaßen anerkannt. Hinter dem bewusst provozierenden Auftreten verbarg sich bzw. wurde deutlich, wenn man genau hinsah, eine Kritik an allem Überkommenen, Etabiierten und Bequemen. Das wurde mir erst richtig bewusst, als ich mal auf einen etablierten Universitätsdozenten traf, der seine Lebenseinstellung als Punk ganz offen nach außen trug. Seiner Promotion hat's nicht geschadet.

An diesen Geist der Punkbewegung erinnern ZSK, die ihre CD nicht nur Ein Herz für die Sache nennen, sondern auch für ihre Sache ein großes Herz haben. Sie wenden sich gegen nationalsozialistisches Gedankengut aller Art, und sie tun es im besten Sinne ihrer Bewegung – laut, lärmend, optisch auffällig, Hingucker und Hinhörer. Sie zeigen damit, wie aktuell das Anliegen derer ist, die mit ihrem Auftreten vor über 30 Jahren besorgte Eltern auf den Plan riefen. Hier geht es eher darum, sich um das zu sorgen, was auch der Band Sorgen bereitet.

Das gibt's derzeit übrigens auch live, Tourdaten können unter www.skatepunks.de eingesehen werden.

ZSK; Ein Herz für die Sache (People Like You)

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