KÜS-Serie ADAC Procar am Wochenende in der Lausitz

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Am letzten August-Wochenende geht es auch für die KÜS-Partnerserie „ADAC Procar“, die Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes (DMSB), allmählich auf die Zielgeraden der diesjährigen Saison. Im Rahmen der ADAC GT Masters kämpfen hoffnungsvolle Nachwuchspiloten und junge, wilde Amazonen um Prämien und Punkte in zwei Divisionen und in der „Rookie-Wertung. Schauplatz der beiden Rennen am kommenden Samstag ist der Lausitzring.

Dabei ist erneut spannender Tourenwagensport zu erwarten, denn in keiner der beiden Divisionen ist bisher eine Entscheidung in Sachen Meisterschaft gefallen. Noch sind in insgesamt sechs Rennen 60 Punkte zu vergeben und bei allen Beteiligten steigt daher die Anspannung vor den drei letzten Renn-Wochenenden in der Saison 2013.

Etwa 3,4 Kilometer haben die Piloten der ADAC PROCAR am kommenden Wochenende pro Runde auf dem ehemaligen „Eurospeedway Lausitz“, wie die Strecke früher einmal hieß, zu bewältigen. In den beiden Rennen über jeweils 25 Minuten am Sonntag auf der Kurzanbindung der ostdeutschen Rennstrecke wird die entscheidende Phase der Saison eingeleitet. Sowohl in der Klasse der Super2000-Boliden als auch in der ebenfalls hart umkämpften Division 2 mit den 1,6 Liter großen Tourenwagen stehen richtungsweisende Duelle zwischen den Spitzenreitern im Gesamtklassement an.

In der Division 1 streiten sich bei den jungen BMW-Piloten Jens Weimann und Johannes Leidinger um den Titel. Beide schenkten sich in den bisherigen Rennverläufen nichts und lieferten sich jedes Mal faszinierende Spiegel-an-Spiegel-Duelle auf der Piste. Das wird wohl auch am drittletzten Wochenende in der Lausitz nicht anders sein. Leidinger, der Meister aus dem Jahr 2011, hat das Ziel und den festen Vorsatz Weimann, den amtierenden Meister, abzulösen. Bisher muss der Fahrer aus dem Team von Engstler Motorsport sich aber mit dem zweiten Platz zufriedengeben – wenn ihn auch nur noch ein Punkt von Spitzenreiter Weimann trennt.

Leidinger geht mit einer gehörigen Portion Respekt vor dem Ort des Geschehens in die Tage in der Lausitz. „An so einem Rennwochenende mit Training, Qualifying und den beiden Rennen an einem Tag kommen oft sehr viele Faktoren zusammen: Das Auto, der Fahrer und die Strecke. Ich habe nicht nur gute Erfahrungen auf dem Lausitzring gemacht und bin daher auch nur entsprechend vorsichtig optimistisch“, sagt der 26jährige Saarländer.

In der Klasse der 1600er hat sich David Griessner zwar einen komfortablen Vorsprung (16 Punkte) erarbeitet, aber auch er ist noch lange nicht „durch“. Auch der Kampf um die weiteren Plätze verspricht sehr spannend zu werden. Griessners schärfster Konkurrent Verfolger ist derzeit Ralf Glatzel. „ Ich hoffe, wir haben einmal das Glück auf unserer Seite und kämpfen uns wieder näher an David heran“, so Glatzel, dem sein eigener Teamkollege Yury Krauchuk den zweiten Platz gern streitig machen würde.

In der Rookie-Wertung kämpft auch Amazone Julia Trampert aus dem Saarland noch um Punkte für eine zufriedenstellende Platzierung im Gesamtklassement. Sie hofft auf dem Lausitzring vor allem auf etwas mehr Rennglück und weniger technische Probleme als am Nürburgring und auf dem Red-Bull-Ring in Österreich. Dass sie von der Geschwindigkeit her durchaus „bei der Musik“ ist, hat sie bisher schon in zahlreichen Rennen bewiesen.

Text: Jürgen C. Braun / Fotos: Oliver Kleinz

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