Cross Country Weltcup Ungarn: Die “Kleinen” sind vorne

Beitragsbild
Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

Das letzte Drittel des CC- Weltcups ist eingeläutet: die Baja Hungaria wurde soeben beendet. Die beiden X-raid- Mini-Teams Nani Roma und Krysztof Holowczyc haben in dieser Reihenfolge die beiden obersten Plätze auf dem Siegerpodest unter sich ausgemacht. Etwas überraschend belegte das venezolanische Toyota-Team Coffaro/ Meneses mit knapp 23 Minuten Rückstand auf den Sieger den 3. Platz. Den etwas undankbaren vierten Rang fuhr Routinier Zapletal (Tschechien) auf seinem gewaltigen Hummer H3 ein und holte sich weitere wichtige Punkte im Weltcup. Der Ungar P. Lonyai auf einem BMW X3 belegte den 5. Rang.Das Endergebnis bedarf allerdings etwas subtilerer Interpretation: die starken G-Force- Teams aus Russland (Gadasin und Vasiliev) fehlten ebenso wir Altmeister und Gesamtführender in der Wertung J.L. Schlesser auf der blauen Buggy- Flunder. Trotz seiner Absenz behielt der trickreiche Franzose seine Führung (126 Punkte) vor Nani Roma (120) und Holowczyc (116). Alles wird in den letzten Läufen also zwischen diesen Drei entschieden, wie es derzeit aussieht. In der Teamwertung allerdings liegt X-raid mit den Minis mit formidablem Vorsprung vorne: 183 zu 126 des Sonangol-Teams von Schlesser, das dieser quasi als Speerspitze solo in Personalunion gestaltet.Die Baja- Veranstaltungen sind komprimierte 3-Tage-Wochenend- Events, kompakt, hart und sehr anspruchsvoll. Die einzelnen Abschnitts- Siege teilten sich Roma (3) und Holowczyc (2) nahezu brüderlich und gerecht, wobei Roma seinen Vorsprung von 42 Sekunden gleich am Anfang zelebrierte und bis zum Schluss halten konnte.

Warum Schlesser noch immer vorne liegt, hat unseres Erachtens seine Gründe auch darin, dass Teamchef Quandt in dieser Saison mehrere Teams auf den Weltcup angesetzt hat. Und die haben sich die Punkte gegenseitig weg genommen. So wird es wohl zu einem höchst unterhaltsamen show down in den letzten Wettbewerben kommen, auch innerhalb der werksinternen Konkurrenz Roma- Holowczyc. Aufpassen sollte der Teamchef aber in jedem Fall auf Schlesser, der als alter Fuchs möglicherweise als lachender Dritter aus dem CC- Weltcup profitiert.

Text: Frank Nüssel/CineMotBilder: Teams, marathonrallye.com

Scroll to Top