Erste Ausblicke: Hyundai i10

Foto 1
Foto 2

Der Kampf um Zulassungsanteile der vielen Marken auf dem deutschen Markt hat sich nicht nur verschärft, sondern auch etwas verlagert. Das die letzten Jahre boomende Segment der Vans und SUV's hat sich beruhigt, ist sogar zulasten des allgemeinen Absatzeinbruchs ebenfalls betroffen. Profitiert davon hat das Kleinst- und Kleinwagen-Segment. Der koreanische Hersteller Hyundai scheint von dieser Entwicklung kaum zu beeindrucken zu sein, denn er schreibt insgesamt positive Zahlen. Mit einer hohen Zahl an Modellen zwischen Kleinwagen und SUV ist Hyundai auch gut aufgestellt und im Markt vertreten.

Neueste Kreation, die quasi im Anflug ist: der i10, der zwar vom KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) zu den Kleinstwagen eingeordnet wird, aber von Hyundai selbst, nicht zu Unrecht, zu den Kleinwagen zählt. Und da tummeln sich im Piranha-Becken nahezu alle europäischen und Fernost-Hersteller mit einer Menge an Modellen: zum Beipiel VW Polo, Ford Fiesta, Opel Corsa und Opel Adam, Škoda Fabia, Renault Clio, Toyota Yaris, Peugeot 208, Mazda 2, Fiat Punto und weitere mehr. So fährt Hyundai den stark überarbeiteten i10 zur IAA in 6 Wochen aufs Podium. Die Mitbewerber haben zwar auch nahezu komplett ihre Modellpalette runderneuert und aktualisiert, aber der i10 weist eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen auf, die man bei der Konkurrenz derzeit noch vergeblich sucht.

Zu den üblichen Erneuerungen zählen Erweiterungen in den äußeren Abmessungen, bei denen der i10 in der Länge um 8, in der Breite um 6,5 cm zugelegt hat, dafür in der Höhe um 5 cm abnahm. Das Kofferraum-Volumen stieg auf nunmehr 252 Liter, was als Topp-Wert in dieser Liga angesehen werden darf. Die nach hinten ansteigende Gürtellinie und das nicht sehr tief herabgezogene Heckfenster scheinen aber doch nicht optimale rückwärtige Sicht zu geben, ebenso wie die am Modell sichtbare relativ hohe Ladekante etwas mehr Hebekraft zum Beladen erfordert. Dennoch: Designchef Bürkle hat, auch optisch, ganze Arbeit geleistet: der neue i10 wirkt sportiv-muskulös und hat nun auch die Frontmaske der übrigen Familienmitglieder spendiert bekommen. Corporated Idendity auf ganzer Linie.

Was den i10 von der Meute seiner Mitbewerber absetzt, liegt vor allem im Komfort- und Sicherheits-Bereich: neben 6 Airbags eine Klima-Automatik, ein beheizbares Lederlenkrad, Tempomat mit Geschwindigkeits-Begrenzung, Stabilitätskontrolle und ein Reifendruck-Kontrollsystem. Der Viertürer lässt auch die hinteren Passagiere bequem das wohl gestaltete Innere entern, eventuell ist auch ein Zweitürer als Ergänzung angedacht. Wie die Motorisierung ausschaut, welche weiteren Optionen anstehen und vor allem: die Preisgestaltung wird anlässlich der Weltpremiere bei der IAA im September verraten. Die i10- Modelle werden ebenso wie das Geschwister i20 im türkischen Izmir gebaut, überwiegend für den europäischen Markt, entwickelt aber im Technik- und Designzentrum in Rüsselsheim. Kurze Wege waren schon immer ein probater Weg zum Erfolg.

Text: Frank Nüssel/CineMot
Fotos: Hersteller

Scroll to Top