Procar: Turbulente Rennen mit KÜS-Logo auf dem Sachsenring

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Tourenwagensport vom Feinsten, spannende Duelle Spiegel an Spiegel auf der Rennstrecke, dazu noch ein Wettermix aus Sonne, Regen, dunklen Wolken und heftigem Gewitter und zu guter Letzt ein Rennabbruch: Das dritte Renn-Wochenende der Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) am Wochenende auf dem Sachsenring hatte es wieder in sich. Drei Wochen nach dem Ardennen-Spektakel auf der Formel-1-Strecke im belgischen Spa-Francorchamps trafen sich die Teilnehmer/innen der ADAC Procar-Serie, deren Partner auch die KÜS ist, an diesem Wochenende im Rahmen der ADAC GT Masters, auf dem Sachsenring zu den Rennen Nr. fünf und sechs in diesem Jahr. In zwei Divisionen und der sogenannten Rookie-Wertung, der besten Nachwuchs-Pilotinnen und Piloten wird um Punkte, Pokale und Preisgeld gekämpft. Fahrer aus sechs Nationen stellen sich in dieser Serie der Herausforderung auf der anspruchsvollen Strecke, die neben heftigen Berg- und Talpassagen auch einige „Mutkurven“ im Profil hat.

Im ersten Rennen am Sonntagmorgen bestätigten sich die Ergebnisse der beiden vorherigen Renn-Wochenenden. Da angesichts der nassen Strecke und des heftigen Platzregens das Schild „Wet Race“ („nasses Rennen“) zum Einsatz kam, wussten sofort alle Rennfahrerinnen und Rennfahrer, was die Stunde geschlagen hatte. In Division Nr. 1 der Super-2000-Boliden hatte sich Johannes Leidinger vom Liqui Moly Team Engster am besten an die herrschenden Witterungsbedingungen angepasst und fuhr in seinem BMW 320si E90 einen souveränen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Zweiter wurde der amtierende Meister Jens Weimann, ebenfalls im BMW.

Wegen der nassen Strecke ging das Feld zunächst hinter dem Safety Car auf die Strecke. Für diese Sicherheitsmaßnahme hatte sich die Rennleitung entschieden. Nachdem das Safety Car in die Box abgebogen war, startete Johannes Leidinger seine One-Man-Show und setzte sich zügig vom Rest des Feldes ab. Seinen Vorsprung baute er beständig aus, so dass er mit einem komfortablen Abstand zu Jens Weimann nach 25 Minuten über die Ziellinie fuhr.

Auch in der Division 2 kam es zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Der Österreicher David Griessner vom Team ETH Tuning freute sich über sein perfektes Rennen und vor allem über seinen Peugeot 207 Sport: „Das Set-Up hat optimal gepasst. Das Team hat mir ein absolut perfektes Auto hingestellt“, kommentierte der Zweitplatzierte in der Division 2 vor diesem Renn-Wochenende den ersten von zwei Läufen am Sonntag.

Äußerst turbulent ging es dann im zweiten Rennen am späten Sonntagnachmittag auf dem Sachsenring zu. Dabei fehlte es nicht an Adrenalin-Ausschüttungen bei allen Beteiligten. In beiden Divisionen wurden in Rennen Nr. zwei an diesem Wochenende durch zwei Safety Car-Phasen die Duelle unterbrochen. Ausgelöst wurden die Unterbrechungen durch Fahrzeuge, die im Kies „gestrandet“ waren. Nach einem Auffahrunfall, bei dem glücklicherweise die beiden beteiligten Fahrer unverletzt blieben, folgte schließlich der Abbruch durch die Rennleitung.

In der Division 1 lag Jens Weimann zu diesem Zeitpunkt in Führung und wurde vor Markus Huggler und Gaststarter Guido Naumann zum Sieger erklärt. Johannes Leidinger, der Sieger des Vormittagsrennens, hatte dabei viel Pech und konnte das zweite Rennen wegen eines Schadens an der Antriebswelle seines Peugeot 207 Sport nicht beenden. „Ich schaue jetzt nur noch nach vorne. Ich dachte, der Fluch der auf meinen Rennen am Sachsenring liegt, sei mit dem Sieg im ersten Rennen beendet, aber das scheint wohl doch nicht so zu sein“, sagte der Saarländer betreten.

Weimann verteidigte durch den turbulenten zweiten Rennlauf seine Führung im Gesamtklassement mit 48 Punkten vor Huggler (38) und Leidinger (36). Spannender sieht es in der Division Nr. 2 aus, wo Ralf Glatzel (Ford Fiesta 1.6 16V) mit 46 Punkten nur zwei Punkte Vorsprung vor David Griessner im Peugeot 207 Sport hat. In dieser Division ging der Sieg wie schon am Vormittag an David Griessner vor Ralf Glatzel und Andreas Rinke.

Das nächste Renn-Wochenende der ADAC Procar-Serie mit den weithin sichtbaren KÜS-Logos auf den schnellen Tourenwagen findet vom 2. bis 4. August wieder im Rahmen der ADAC GT Masters auf dem Nürburgring statt.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: ADAC Procar Media

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