Suzuki will 2012 mit Kernkompetenz auf dem Allradmarkt weiter wachsen

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Mit den Modellen Jimny, Swift 4X4, SX4, Kizashi i-AWD und Grand Vitara hat Suzuki, angefangen vom kleinen Kompaktfahrzeug, über City-Car, Kompakt-SUV, Mittelklasse-Limousine bis hin zum sportlichen Offroader insgesamt fünf unterschiedliche Modelle mit Allradtechnik in der Angebotspalette. So verschieden wie die einzelnen Fahrzeuge und ihre Zielgruppen sind auch die dort angewendeten Allradsysteme. Der japanische Autobauer hat sich seit Jahrzehnten bereits auf dem Gebiet der 4X4-Fahrzeuge einen Namen gemacht und sich in dieser Nische mit viel Sach- und Fachkompetenz niedergelassen. Insgesamt 41 Prozent aller Suzuki-Automobile verfügen derzeit über Allradantrieb. Meistverkauftes 4X4-Modell von Suzuki ist mit etwa einem Drittel des Gesamtvolumens der Grand Vitara.

34.000 Neuzulassungen hatte sich Suzuki für das Jahr 2011 zum Ziel gesetzt. Diese Marge wird der Hersteller wohl erreichen. Der Bestseller ist der sportliche, kleine Swift mit einem Anteil von etwa einem Drittel verkauften Einheiten auf dem deutschen Markt. Der Marktanteil des japanischen Autobauers betrug zum Ende des Jahres in Deutschland etwa 1,06 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine interne Steigerung von etwa 4,5 Prozent. Suzuki-Verkaufs- und Marketingchef Thomas Wysocki spricht daher – trotz des verheerenden Erdbebens und der nuklearen Katastrophe im Herkunftsland Japan im März dieses Jahres – von einem „stabilen, vernünftigen und wirtschaftlich gesundem Wachstum seit Jahren.“ Das Haus konzentriere sich auch weiterhin auf „bezahlbare Fahrzeuge, die neben einer guten Komfortausstattung ein umfangreiches Sicherheitspaket an Bord haben.“ Die beiden Kernkompetenzen Klein- und Kompaktfahrzeuge, sowie SUV mit ausgeprägten Geländeeigenschaften werde man auch weiterhin verfolgen.

Mit dem ehemaligen, Weltmeisterschaft-Erprobten, Rallyeprofi Niki Schelle hat sich Suzuki für dieses Portfolio den idealen Markenbotschafter engagiert. Der Oberbayer mit dem sensiblen Gasfuß war für Suzuki jahrelang in der Rallye-Weltmeisterschaft unterwegs und beendete 2006 die „Rallye Deutschland“, den deutschen Lauf zur Weltmeisterschaft, als bester deutscher Teilnehmer unter den Top Ten. Mittlerweile ist der 44-Jährige auch Chef-Instruktor des Allradspezialisten und in dieser Position in die Fahrzeug-Entwicklung kommender Modellgenerationen eingebunden.

Suzuki ist derzeit einer der Nutznießer auf dem boomenden Markt von Allradfahrzeugen. Nicht nur in klassischen Geländeautos oder sportlichen Offroadern, sondern auch in ganz „normalen“ Kompaktfahrzeugen oder Mittelklasse-Limousinen. Der ausgeprägte Wunsch vieler Autobesitzer nach zusätzlichen Sicherheitsreserven ist einer der Gründe für das zunehmende Interesse einer immer umfangreicher werdenden Klientel an 4X4-Fahrzeugen. Insgesamt kommen bei Suzuki derzeit vier verschiedene Allradsysteme, alle auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet, zum Einsatz.

Während beim Swift die Kraft des Motors mittels eines permanenten Allradantriebs mit einer Viskokupplung auf alle vier Räder übertragen wird, arbeitet im „Klassiker“ Grand Vitara ein permanenter Allradantrieb mit sperrbarem Mittendifferenzial. Diese Variante beinhaltet den Vorteil, dass der Fahrer per Knopfdruck den Kraftschluss an der jeweils passenden Einsatzachse, zu modifizieren. Eine Sperre des Mittendifferenzials und eine zusätzliche Geländereduzierung sorgen für Fahrsicherheit und Traktionsvorteile auf dem Asphalt und im Gelände.

Der Jimny, der bereits seit mehreren Generationen zum Suzuki-Angebot gehört, verfügt über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb. Ansonsten ist der kleine Geländekraxler als Hecktriebler ausgelegt. Über eine Geländereduzierung kann das Antriebs-Drehmoment noch einmal erhöht werden. Technisch weitaus anspruchsvoller ist dagegen der intelligente Allradantrieb (i-AWD), der beim Mittelklasse-Modell Kizashi 4X4 präferiert wird. Das elektronische System des Fronttrieblers erkennt über die Radsensoren des Antiblockiersystems (ABS) auftretenden Schlupf an der Vorderachse. In diesem Fall wird in Sekundenbruchteilen die zweite Achse mit Antriebskraft versorgt. Dieses System wird nicht nur im Suzuki-Nischenmodell Kizashi, sondern auch im Crossover-Modell SX4 eingesetzt.

Mit dieser technischen Kernkompetenz für die verschiedensten Ansprüche auf dem Allradmarkt möchte der japanische 4X4-Spezialist in Zukunft weiter wachsen. Für 2012 strebt der Hersteller einen Absatz von 36.000 Einheiten auf dem deutschen Markt an. Wobei wohl erneut mehr als jeder vierte verkaufte Suzuki mit einer der vier verschiedenen Allrad-Techniken ausgerüstet sein wird.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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