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Tribute To A Reggae Legend. (Putumayo)

Bob Marley wäre in diesem Jahr 65 geworden. Zu seinen musikalischen Meilensteinen gehören Could You Be Loved, No Woman, No Cry, Is This Love und etliche mehr. Vielfach sind Marleys Lieder gecovert worden, nicht selten als pure Beschallungsmusik, weitgehend befreit vom Charakter, der den Liedern eigen ist.

Dieser Sampler ehrt Bob Marley mit einer Reihe von Cover-Versionen, die den ursprünglichen spirit bewahren. Unter anderem aus Brasilien, von Hawaii, aus den USA und aus Afrika kommen die Künstlerinnen und Künstler, die dem erst 36-jährig gestorbenen Sänger und seinem Werk ihre Aufwartung machen. Und nicht nur das Waiting In Vain im Bluegrass-Stil, vorgetragen von den Northern Lights, zeigt, wie gut sich der Reggae von Bob Marley mit anderen – vielleicht vertrauteren – Musikstilen verträgt.

Apropos vertraut: Marley hatte gerade erst den großen Durchbruch geschafft, als er 1981 einem Krebsleiden erlag. Immer wieder war der Rastafari auch wegen seiner Religion und seines Privatlebens als bunt-schillernde Persönlichkeit in die Schlagzeilen geraten. Das ist Geschichte. Die Vertrautheit mit Marley hat zugenommen, sein Status als Exot ist in den Hintergrund gerückt. Tochter Cedella hält den Vater heute als Textildesignerin mit ihrem Label Catch A Fire in Ehren. Mit einer Legende, die sich hartnäckig hält, sei aber an dieser Stelle dann doch aufgeräumt: No Woman, No Cry ist kein Bekenntnis zum Machismo, sondern ganz einfach ein Trostlied an eine weinende Frau. Die Botschaft ist so simpel wie anrührend: Wein doch nicht.

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