Opel: 40 Jahre Ascona A

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Neben dem Opel Manta feiert ein zweites Modell der Marke mit dem Blitz in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag: 1970 heißt es auf dem Turiner Salon Premiere für den „Ascona A“. Er positioniert sich zwischen Kadett und Rekord – 691.438 Exemplare entstehen bis März 1975.

Chassis, Fahrwerk und Antriebstechnik sind bei Ascona und Manta identisch. Die Vorderachse besitzt einzeln aufgehängte Räder mit Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern, die Zentralgelenk-Hinterachse wird von zwei Längslenkern sowie einem Panhardstab geführt.

Angeboten wird der Ascona als 2- und 4-türige Limousine in Normal- und Luxus-Ausführung. Als Triebwerk steht ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 68 PS und eine höher verdichtete S-Variante mit 80 PS zur Verfügung. Wie die größeren Vierzylinder des Rekord verfügt das Ascona-Triebwerk über eine seitlich im Zylinderkopf angeordnete Nockenwelle, „camshaft-in-head“ (cih) genannt. Ab März 1972 wird ein 1,2-Liter Motor mit 60 PS angeboten und somit ein kostengünstiges Einstiegsmodell geschaffen.

Eine Neuheit im Modellprogramm ist der Ascona Voyage. Die zweitürige Caravan-Variante ist kein Kombi im klassischen Sinn, sondern ein Freizeit-Mobil, mit Platz für Gummiboot und Fahrrad, ein Wagen für die junge Familie, der Vorreiter aller Lifestyle-Kombis. „Die heutige Reisefreudigkeit, die Camping-Bewegung, die Neigung zu sportlichen und oft transportabhängigen Hobbies wie Wassersport, … verlangen nach einem Personenwagen mit großzügigen Raumverhältnissen und Transportkapazitäten. In Sachen Komfort darf aber der Personenwagen-Charakter keinesfalls getrübt werden. Den nach diesen Vorstellungen gebauten Wagen nennen wir Ascona Voyage.“, lautet der Text in der Pressemappe. Der Ascona Voyage wird nur als L-Version geliefert, erst 1974 ergänzt eine weniger luxuriöse Caravan-Version die Baureihe.

Im Frühjahr 1971 werden der Ascona 1,9 S und der Ascona SR vorgestellt. Motorisiert ist die SR-Variante mit einem 80 PS starken 1,6 Liter-S-Triebwerk oder dem 1,9-Liter-Aggregat mit 90 PS. In Kombination mit den beiden stärkeren Motorisierungen gibt es gegen Aufpreis eine Dreigang-Automatik. Die SR-Ausstattung ist – ein Novum für das Segment der Kombifahrzeuge – auch für den dreitürigen Voyage lieferbar. In der Limousine zeigt sie das sportliche Potenzial des Ascona auf. Mit einer zweitürigen Limousine gehen Walter Röhrl und Jochen Berger 1974 in der Rallye-Europameisterschaft an den Start. Der Ascona des Opel-Euro-Händler-Teams hat einen Vierzylinder-Motor, der durch Aufbohren auf 2 Liter Hubraum und mit einem Aluminium-Querstrom-Zylinderkopf über 200 PS bei 6700 U/min abgibt. Röhrl und Berger siegen bei sechs von acht Läufen und gewinnen die Rallye-EM mit der bis dahin unerreichten Maximal-Punktzahl von 120 Zählern.1975, kurz vor der Ablösung durch den Nachfolger Ascona B, gewinnen Walter Röhrl und Jochen Berger die Rallye Akropolis und verbuchen den ersten Opel-Sieg bei einem Rallye-WM-Lauf.

Quelle: Opel

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