Renault: Sechs Prozent Marktanteil angepeilt

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Les bleus – Die Blauen – so nennen Frankreichs Fußballfans ihre Nationalmannschaft. Die gallische Auswahl macht allerdings seit der schmählich verlaufenen Weltmeisterschaft im Sommer eher durch negative Schlagzeilen von sich reden. Ganz im Gegensatz zum französischen Autobauer Renault, der eine glänzende Geschäftsbilanz des ersten Halbjahres vorlegen kann und dabei in seiner Modellpalette selbst auf das bestechende Blau in der Tricolore verweisen kann. bleu France nennt sich nämlich der Farbton der sportlichen Gordini-Modelle, mit denen die Marke mit der Raute im Kühlergrill vor allem die Freunde sportlicher Kleinfahrzeuge bestens bedient.

Ganz spezielle Editionen von Clio und Twingo, deren Namensgebung auf den genialen Sportwagenkonstrukteur Amedee Gordini zurück geht, tragen jenes signifikante Blau mit den weißen Streifen, das dessen Modelle auszeichnete. Der R8 Gordini aus den 60er-Jahren zeichnete sich durch seine Sportlichkeit, aber auch durch seine äußerst moderate Preisgestaltung aus. Mit zwei Sondermodellen lässt der französische Autobauer die Erinnerung an diesen auch damals ausschließlich blau lackierten Straßenrenner wieder aufleben. Der Twingo Gordini R.S. hat das gleiche äußerst straffe Fahrwerk und den 133 PS leistenden 1.6-Liter-Vierzylinder-Motor des Renault Twingo Sport. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 201 km/h, der Sprint von Null auf 100 gelingt in 8,7 Sekunden. Mit 16.990 Euro ist der Gordini R.S. 2000 Euro teurer als der Twingo Sport. Sportsitze mit schwarz-blauem Leder zieren den Innenraum. Statt einer Rückbank prangen hinten zwei gut ausgeformte Ledersitze. Das schwarz-blaue Lederlenkrad wird dominiert von zwei ins Auge fallenden weißen Streifen, die wie bei Rallye-Autos die Geradeausstellung markieren

Der Renault Clio Gordini R.S. wird beatmet von einem 2.0 Liter großen und 201 PS starken Benziner, der bei 5.400 Umdrehungen ein Drehmoment von 215 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 224 km/h. Für 25.300 Euro erhält der flotte Frankreich-Fan ein exzellentes und äußerst selten figuriertes Fahrzeug mit hohem Innenraumkomfort und umfangreicher Sicherheitsausstattung. Mit dem Megane Coupe Renault Sport hat das Haus eine jetzt ein weiteres Modell im Portfolio, das in die Reihe der sportlichen Renault-Modelle ergänzt.

Hat in den vergangenen Jahren der kometenhafte Aufstieg der rumänischen Schwestermarke Dacia das Bild und auch die Schlagzeilen bei Renault in erster Linie bestimmt, so will die Eigenmarke Renault jetzt wieder auf dem deutschen Markt für größere Akzeptanz sorgen. Mittelfristig ist ein Marktanteil von sechs Prozent ins Auge gefasst, noch in diesem Jahr peilen die Franzosen einen Anteil von 4,5 Prozent am deutschen Markt an. Der Duster ist ein grundsolides Fahrzeug für Leute, die beim Kauf eines Offroaders nicht in erster Linie aufs Image, sondern auf ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis schauen. Der Dacia Duster gilt mit einem Grundpreis von 11.900 Euro (was einiges an Handarbeit wie etwa Fenster Kurbeln verlangt) nicht nur als das mit Abstand günstigste SUV. Er ist im Gegensatz zu den eher unförmigen rollenden Kästen wie dem Dacia Logan auch noch ansehnlich und mit Schwung gezeichnet. Da kommt durch ausgestellte Kotflügel und markante Planken an der Seite sogar so etwas wie ein Hauch von Emotionen auf. Erhältlich ist der französisch-rumänische Offroader sowohl als Fronttriebler wie auch als Allradler.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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