Volvo: Definitiv in chinesischer Hand

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Der 2. August 2010 wird als ein historisches Datum in die Geschichte der Automobilmarke eingehen. Mit Wirkung dieses Tages wurde der bislang größte Kauf einer ausländischen Automarke durch ein chinesisches Unternehmen perfekt gemacht. Der schwedische Autobau Volvo, der bislang zur Ford Motor Company gehörte, ist seit jenem Montag endgültig in chinesischer Hand.

Der expandierende Autobauer Geely überwies an diesem Tag den Kaufpreis in Höhe von 1,3 Milliarden in bar an den bisherigen Besitzer Ford. Zudem legte Geely eine Anleihe in Höhe von 200 Millionen Dollar oben drauf. Ford-Chef Alan Mulally kommentierte die Transaktion wie folgt: Wir sind überzeugt, dass Volvo eine solide Zukunft unter Geely hat. Die Leitung von Volvo übernimmt der ehemalige US-Chef von Volkswagen, Stefan Jacoby.

Der Kaufvertrag war bereits im März dieses Jahres unterzeichnet worden. Der damals angegebene Gesamtwert lag bei 1,8 Milliarden Dollar. Im Rahmen der Sanierung des Ford-Mutterkonzerns hatte Mulally bereits weitere Automarken abgestoßen. So verkaufte er die europäischen Premium-Töchter Jaguar, Land Rover und Aston Martin.

Text: Jürgen C. Braun, Foto: Volvo

Foto: Li Shufu (Zhejiang Geely Holding Group Company Ltd) und Lewis Booth (Ford Motor Company, ebenfalls abgebildet: Peter Zhang und Scott Stewart) bei der Vertragsunterzeichnung in London am 2. August 2010.

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