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Auch wenn der Wonnemonat Mai in diesem Jahr eher ein Wollemonat ist, so viel steht fest, auch ohne exzessiven Gebrauches als Frischluftfahrzeug: Dieses Auto ist zwar sehr klein, aber es macht großen Spaß. Die Rede ist vom neuen Fiat 500C: Ein klassischer Italiener mit großer Tradition und (offensichtlich) ebensolcher Zukunft: Unser oft als „Lifestyle-Büchsenöffner“ verschriener Cinquecento hat ein tiefrotes Stoffverdeck, das sehr gut zum perlmutt-weiß korrespondiert und lässt sich in Windeseile per Knopfdruck am Holmen der A-Säule öffnen. Das Verdeck zieht weit hinunter bis auf die Abschlusskante des Kofferraums. Man hat jedoch die Wahl zwischen mehreren verschiedenen Öffnungspositionen. Gänzlich ordentlich in Falten gelegt, öffnet sich eine ganze Welt voller Fahrfreude. Das ist entgegen mancher Anfeindung durchaus ein „richtiges“ Cabrio und nicht nur „ein bisschen Dach nach hinten werkeln.“

Der schmucke, 3,55 Meter lange Dreisitzer mit dem großen Radstand (2,30 Meter) und dem kleinen Wendekreis (9,2 Meter) bietet im Innenraum erstaunlich viel Platz. Müssen keine größeren Fahrstrecken zurückgelegt werden, lässt sich mit vier Personen ohne Wehklagen durch die Lande kutschieren. Bei einer Höhe von 1,48 Meter ist es jedoch ratsam, die langen „Lulatsche“ nicht eben hinten zu platzieren. Aber das alles ist ja auch nicht das Anforderungsprofil eines solchen Fahrzeugs, das mit einem riesigen Angebot an Individualisierungsmaßnahmen quasi zum persönlichen Auto mit Alleinstellungsmerkmal zusammengestellt werden kann.

Unser Testauto war mit der kleineren Benziner-Variante, einem 69 PS 1,2-Liter 8V ausgestattet, der auf Wunsch in dieser Version auch mit einer Start&Stopp-Automatik ausgerüstet werden kann. Für das 980 Kilo wiegende Leichtgewicht ist auch diese Motorisierung durchaus ausreichend, um bei offenen Überlandfahrten flottes Tempo zu genießen. Vor allem im oberen Drehzahlbereich machte das Aggregat, wenn auch mit etwas heiserem Unterton, durchaus etwas her und hing gut am Gas. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h muss man nicht unbedingt anstreben, um in den vollen Fahrgenuss zu kommen. Bei moderater, aber Spaß machender Fahrweise kamen wir auf einen Schnitt von 5,4 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer. Die CO2-Emission liegt bei 119 g/km.

Die beiden Ausstattungslinien POP (die unser Testfahrzeug aufwies) und LOUNGE orientieren sich größtenteils an den gleichen Angeboten der geschlossenen Limousinen-Baureihe. Bereits in der Basisausstattung hat der Fiat 500C sieben Airbags, elektrische Servolenkung, Dualdrive TM, Autoradio mit CD und MP3-Player, sowie Parksensoren. Mit dem 500C ist Fiat ein bemerkenswerter Brückenschlag von der langen Geschichte des eigenen Hauses bis in die Anforderungen an ein modernes, zeitgemäßes und sicheres Auto für die heutige Generation gelungen. Der Einstieg in die Welt des Fiat 500C beginnt bereits bei – wie wir meinen – für dieses Segment konkurrenzlosen günstigen – 13.800 Euro.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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