Abu Dhabi: Start zu Cross Country-WM und Weltcup

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Gut zwei Monate nach Ende der Argentinien-Dakar Rallye wurde im arabischen Abu Dhabi der Startschuss zur FIM Cross Country Weltmeisterschaft vom 28. März bis zum 01. April 2010 gegeben. Gleichzeitig ist diese Veranstaltung der Beginn zum FIA Cross-Country Rallies Welt Cup. Eine gute Chance folglich, erste und wichtige Punkte für beide Meisterschaften einzufahren. Umso verwunderlicher war allerdings, dass der einzige Werksrennstall (Volkswagen) ebenso wenig am Start war wie auch die Top-Teams der Szene. Davon rollte nur der Dakar-Elfte Leonid Novitzkij mit seinem deutschen Copiloten Andreas (Andy) Schulz an die Startrampe. Das Feld wurde überwiegend von weniger bekannten, dafür aber umso motivierter antretenden Teams gefüllt. Von denen allerdings hatten etliche unter Insidern einen guten Namen, wenngleich sie nicht an allen Wertungsläufen teilnehmen (können).

Versierte Privatiers auf haltbaren, aber eben leistungsmäßig nicht ausgereizten Rennfahrzeugen: So verwunderte es eigentlich nicht, dass bereits ab dem ersten Tag Novitzkij/Schulz auf dem vom X-Raid im hessischen Trebur-Astheim gebauten BMW X3-CC die Führung übernahmen. Nach der 5-tägigen Veranstaltung fuhren sie den Gesamtsieg mit einem nahezu unfassbaren Zeitvorsprung von knapp über 5 (!) Stunden ein. Das russisch-deutsche Team fuhr wie entfesselt und ließ dem 3-Liter-Diesel-Sechszylinder gezielt freie Fahrt. Technisch gab es keinerlei Probleme und taktisch wurde all die Routine umgesetzt, die das Duo inzwischen hat. Das Ex-Dakar-Auto überzeugte tagtäglich durch Zuverlässigkeit und Schnelligkeit. Der zweite Platz ging an das französische Nissan-Team L. Rosso/F. Borsotto. Den dritten Rang belegten nach beherzter Fahrt die einheimischen Abdul Bari-Bin Sugat/Ali Mirza, die bereits bei früheren Veranstaltungen durch gute Strategie und entschlossenen Mut aufgefallen waren. Sven Quandt, in dessen Hallen das Fahrzeug aufgebaut wurde, zeigte sich mit dem erfolgreichen Start seines Privatteams sehr zufrieden: Darauf können die beiden (Novitzkij/Schulz) gut aufbauen für die Weltmeisterschaft und den Weltcup.

Text und Bild: Frank Nüssel

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