Test-Tour: Citroën C3 Picasso

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Citroën vermarktet seinen auf dem C3 basierenden Van Picasso als „Spacebox“, also als Raumwunder. Damit umschreiben die Franzosen sehr treffend seine Haupteigenschaft – viel Platz bei kompakten Außenmaßen. Was er sonst noch zu bieten hat, musste der Franzose im Testbetrieb zeigen.

Der C3 Picasso streckt sich auf eine Länge von 4,08 Metern, hat also ein handliches Format. Trotzdem bietet die Schachtel ordentliche Platzverhältnisse. Nur der mittlere Platz im Fond sollte der Kurzstrecke vorbehalten sein, zu Dritt wird es auf der Rückbank doch sehr „kuschelig“. Das Gepäckteil variiert zwischen 385 und 500 Litern, je nachdem in welcher Position sich die um 15 Zentimeter verschiebbare, zweigeteilte Rückbank befindet. Praktisch: Die Rücksitze lassen sich mit zwei Handgriffen umklappen und in eine ebene Ladefläche verwandeln. So umgestaltet, fasst der Kofferraum bis zu 1.508 Liter.

Der Trick für die gute Raumgestaltung liegt in der Nutzung der Breite und vor allen Dingen der Höhe. So liegt die Dachkante des Franzosen 1,63 Meter hoch. Ein wenig erinnert dieses Bauprinzip an das Motto „quadratisch, praktisch, gut“, allerdings wirken einige Rundungen am Blech dem allzu eckigen Gesamteindruck entgegen. Für einen charmanten Auftritt sorgen sowohl der knuffig-aussehende Kühlergrill und die großen Scheinwerfer als auch die große Frontscheibe und das großflächige Panorama-Glasdach.

Dank der horizontalen und vertikalen Glasscheibe gelingt die Aussicht nach vorne und nach oben fast ohne Einschränkung. Nach hinten jedoch hilft es nicht nur den Augen zu vertrauen, sondern sich der Dienste der elektronischen Parksensoren zu versichern. Die gehören in der gehobenen „Exclusive“-Ausstattung des Testwagens genauso dazu wie Klimaautomatik, elektrische Helfer für Fenster und Außenspiegel, Alcantara-Stoff-Polsterung, Regensensor und ein Lederlenkrad. Der Fahrer schaut von seinem hohen Arbeitsplatz auf einen digitalen Tacho mit großen und gut lesbaren Ziffern. Das Gestühl ist bequem – ohne zu plüschig weich zu sein. Nur allzu langbeinige Fahrer haben ein Problem mit der Kürze der Sitzauflagen und müssen sich bemühen, das rechte Knie nicht permanent an der Mittelkonsole zu „parken“. Die Citroën-typischen und mit Funktionen überfrachteten Lenkstockhebel sind ebenso gewöhnungsbedürftig wie die tief und versteckt sitzenden Gurtschlösser für Fahrer- und Beifahrer.

Das 1,6-Liter-Triebwerk mit 88 kW/120 PS stammt aus der Kooperation zwischen dem PSA-Konzern (Citroën/Peugeot) und BMW. Der Vierzylinder-Benziner stellt ein maximales Drehmoment von 160 Nm bei 5.600 Umdrehungen bereit und kommt schnell auf Touren. Dabei gibt sich das Aggregat angenehm leise, ein Sechsgang-Getriebe würde aber vor allen Dingen bei schnellen Autobahnfahrten den Geräuschpegel noch weiter absenken. Wer möchte, kann den C3 Picasso flott um Kurven bewegen, das Fahrwerk ist straff und vermittelt eine gute Bodenhaftung. Während unseres Alltagstests flossen durchschnittlich 8,4 Liter durch die Benzinleitungen, das waren rund 1,5 Liter mehr als vom Hersteller angegeben. Ein Teil des Mehrverbrauchs dürfte allerdings auf die kalte Witterung und einen erhöhten Anteil kurzer Fahrtstrecken zurückgehen.

Der Grundpreis beträgt 15.150 Euro (Basisausstattung und 70 kW-Motor). In der von uns gefahrenen Version sind aber mindestens 20.000 Euro fällig. Das Panorama-Glasdach kostet 600 Euro Aufpreis. Für Besitzer mit Faible für Baumärkte empfiehlt sich für 350 Euro das Reisepaket zu ordern. Das beinhaltet zu Tabletts an den Rückenlehnen der Vordersitze und einer Schublade unter dem Beifahrersitz vor allen Dingen die Möglichkeit die Rückenlehne des Beifahrersitzes umzuklappen. Gegenstände bis zu einer Länge von 2,41 Meter passen dann in den C3 Picasso.

Insgesamt ist der Citroën ein praktischer Wegbegleiter für junge Familien mit erhöhtem Platzbedarf und der Neigung, etwas anderes fahren zu wollen als die Mehrheit.

Text: Spot Press Services/em
Fotos: Citroën

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