Fiat Panda: Das “Bärchen” wird 30

Beitragsbild
Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

Der Fiat Panda wird 30. Mit rund sechs Millionen Zulassungen hat der kantige Italiener inzwischen überall auf der Welt Freunde gefunden. Auf Anhieb ist es der im Jahr 2003 vorgestellten zweiten Modellgeneration gelungen, den Erfolg des stolze 23 Jahre lang gebauten Originals fortzuschreiben.

Als der Panda 1980 auf den Markt kam, fiel er durch die extreme Einfachheit seiner von Giugiaro gezeichneten Form auf. Auch innen dominierte Sachlichkeit – mit dünnen, vielfach verstellbaren Sitzen und einer großen Ablagefläche, die sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts spannte. Markenzeichen war ein großer, verschiebbarer Aschenbecher.

„Die tolle Kiste, wie sie von der deutschen Werbung tituliert wurde, machte mit einer frechen Anzeigenkampagne von sich reden, die sich unter anderem mit der damaligen Deutschen Bundesbahn anlegte. Schon 1983 wurde eine bei der damaligen Steyr-Daimler-Puch in Graz gebaute Allradvariante vorgestellt, 1986 ein große Modellpflege mit neuen Motoren und grundlegend überarbeitetem Fahrwerk. Die bisherige, hinten blattgefederte Variante lief beim früheren Fiat-Partner Seat noch lange als Einstiegsmodell Marbella vom Band.

Fast hätte die Panda-Geschichte mit dem Auslaufen der ersten Generation geendet, denn das Nachfolgemodell sollte auf den Kunstnamen Gingo hören. Renault fand, dass diese Modellbezeichnung zu nahe an Twingo liegt und untersagte Fiat die Nutzung der Neukreation. So wurde der Viertürer ungewollt wieder zum Panda. Die Modellfamilie ist mittlerweile übrigens stark gewachsen. Neben extrem günstigen Einstiegsvarianten gibt es Allradler, den wie eine Studie wirkenden Panda Cross, den schnellen 100HP und immer wieder Sonderserien wie den Panda Alessi.

Wie gelungen das Konzept des neuen Panda ist, beweisen Nachahmer aus China, wo der Pandabär zuhause ist: Beim Hersteller Great Wall läuft eine Kopie unter dem Namen Peri vom Band; sein Schwestermodell Haval M1 ist vom Panda Cross inspiriert. Eine Anerkennung, auf die Fiat gerne verzichten würde. Der weiteren Vermehrung der erfolgreichen Gattung wird jedoch auch diese Konkurrenz kaum im Wege stehen.

Text: Spot Press Services/jm

Scroll to Top