Mercedes 190 E 2.5 16 V Evolution II: Schluss mit Biedermann

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20 Jahre ist es her, als am 8. März 1990 dem Publikum des Genfer Automobilsalons der Mercedes 190 E 2.5-16 Evolution II vorgestellt wird. So sperrig und lang der Name, so imposant ist der Anblick des „Baby-Benz“. Denn die damals kleinste Stuttgarter Limousine entwickelt in der Sportversion 173 kW/235 PS und stemmt 235 Newtonmeter Drehmoment zwischen 5.000 und 6.000 U/min auf die Kurbelwelle. Das rund 1,3 Tonnen schwere Auto beschleunigt auch dank dem enggestuften Getriebe in 7,1 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Konkurrenten wie BMW M3 oder VW Golf GTI sehen dagegen blass aus. Konkurrenzlos ist aber auch der Preis: Mercedes verlangt für die auf 502 Exemplare limitierte Edition 115.260 Mark, heute umgerechnet 61.210 Euro.

Neben den optischen Besonderheiten in Form von üppigen Kotflügelverbreiterungen, Seitenschwellern und Spoilern bietet der Sport-Benz ein in drei Stufen verstellbares Fahrwerk. Über einen dezent links hinter dem Lenkrad angeordneten Schalter kann so die Bodenfreiheit variiert werden. Eine nette Spielerei, die für das Fahren auf öffentlichen Straßen eigentlich überflüssig ist. Aber Mercedes will mit dem „Evo II“ nicht nur Privatkunden beglücken, sondern mit der Kleinserie eine Homologation für eine Rennsportklasse erreichen. Innerhalb von nur drei Monaten werden die 502 Fahrzeuge produziert. Klaus Ludwig wird mit einem, natürlich modifizierten, Mercedes 190 E 2.5-16 Evolution zudem 1992 DTM-Meister.

Die Zeiten des 2.4-Liter-Vierzylinder mit den vier Ventilen pro Brennraum sind nach der gewonnen Meisterschaft schnell vorbei. Mercedes setzt nun auf Sechszylinder und stellt 1992 den E 3.2 AMG auf die Räder. Ein Jahr später wird die 190er-Serie (W201) von der C-Klasse (W204) abgelöst.

Text: Spot Press Services/fh
Fotos: Spot Press Services/Mercedes

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